Fourcade dominiert

Biathleten ohne Chance gegen den Überflieger

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Der Franzose Martin Fourcade war mal wieder nicht zu schlagen. Foto: Marcus Ericsson

Östersund - Nach dem Sprint von Östersund herrschte bei den deutschen Biathleten geschlossene Ratlosigkeit. Denn in der Loipe war das Sextett diesmal chancenlos.

"Das steht so auf dem Papier, dass wir heute ganz schön auf die Fresse bekommen haben", bekannte der Olympia-Zweite Erik Lesser schonungslos. Der mit Platz zwölf zweitbeste Deutsche legte dann aber sofort nach: "Man muss aber jetzt beim ersten Weltcup-Ort auch die Bälle flach halten." Auch Bundestrainer Mark Kirchner brach nicht in Panik aus: "Am Schießstand haben wir gut gearbeitet. Jetzt müssen wir uns am Sonntag verbessern."

Beim überlegenen Sieg des Franzosen Martin Fourcade, der mit seinem 30. Weltcuperfolg nach dem Auftaktdesaster mit Platz 81 im Einzel die Machtverhältnisse wieder geraderückte, war eines offensichtlich: Auf der Strecke waren Lesser & Co. trotz Sonnenschein und guter Bedingungen dieses Mal nicht konkurrenzfähig. Am Schießstand setzten sie nur fünf der insgesamt 60 Schuss daneben. Aber lediglich der als Elfter bestplatzierte Deutsche Simon Schempp hatte trotz eines Fehlers in der Laufzeit mit 43,5 Sekunden weniger als eine Minute Rückstand auf Überflieger Fourcade. "Ich ärgere mich vor allem über den letzten Schuss, der daneben ging. So habe ich mir eine bessere Ausgangsposition verbaut", sagte Schempp.

Am Ende sprach die Statistik eine eindeutige Sprache: Der fehlerfreie Lesser geht mit einem Rückstand von 1:08,3 Minuten am Sonntag in die Verfolgung. Daniel Böhm wurde 14. (0 Fehler/+ 1,11,0 Minuten), Andreas Birnbacher 22. (1/+ 1:28,3) und Arnd Peiffer 27. (1/+ 1:36,7 Minuten). Florian Graf (2/+ 2;22,3) landete auf Platz 50. Der Neu-Belgier Michael Rösch aus Altenberg verpasste als 76. die Qualifikation für das Verfolgungsrennen.

Als Fourcade wie ein Rennpferd aus dem Starthaus schoss, waren die Deutschen mehr als beeindruckt. "Das ist irre, was der abliefert", bekannte Böhm. Ihre Unterlegenheit wollten er und seine Kollegen aber nicht allein auf das Material schieben. "Es ist mannschaftlich wieder sehr geschlossen, aber zu viel Luft nach vorne", resümierte Böhm und ergänzte. "Wir brauchen aber nicht so schnell den Kopf in den Sand stecken."

Der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer indes meinte kurz nach dem Rennen, "dass ich mich beim Ski heute ein bisschen vergriffen habe, aber das liegt auch in meiner Verantwortung. Der Körper war aber auch nicht zu 100 Prozent so beieinander, sonst kann man das vielleicht ein bisschen besser ausbügeln", meinte der Harzer.

dpa

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