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Friedrich im Zweierbob mit viertem WM-Gold in Serie

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Francesco Friedrich fuhr im Zweierbob seinen vierten WM-Titel in Serie ein. Foto: Peter Kneffel
Francesco Friedrich fuhr im Zweierbob seinen vierten WM-Titel in Serie ein. © Peter Kneffel

Königssee - Vier WM-Siege hintereinander im kleinen Schlitten hat noch kein deutscher Bobpilot vor ihm geschafft. Francesco Friedrich dominierte mit beeindruckender Leistung und fuhr einen sensationellen Vorsprung von 1,20 Sekunden heraus. Der angeschlagene Lochner rettete Bronze.

Francesco Friedrich hat als erster Deutscher den vierten WM-Titel in Serie im Zweierbob gewonnen. Mit Anschieber Thorsten Margis dominierte er bei der Heim-WM am Königssee vom Start weg die Konkurrenz. Mit vier Start-und Laufbestzeiten fuhr er sensationelle 1,20 Sekunden Vorsprung heraus und verwies am Sonntag den Kanadier Justin Kripps auf Rang zwei. Der nach einer Grippe geschwächte Johannes Lochner rettete mit Anschieber Joshua Blum die Bronzemedaille ins Ziel. Nico Walther und Eric Franke aus Oberbärenburg belegten Platz acht.

Ein WM-Titel fehlt Friedrich nun noch zur Bestmarke des Italieners Eugenio Monti, der von 1957 bis 1962 fünf Mal in Serie triumphierte. Diesen Rekord kann Friedrich 2019 auf der WM-Bahn in Whistler einstellen, wo er die letzten beiden Weltcups gewann. „Wir waren in dieser Woche einfach unschlagbar. Die Startzeiten waren Klasse, die Endzeiten auch“, sagte der 26 Jahre alte Sachse. Ihm gelangen drei Startbestzeiten und ein neuer Startrekord von 4,77 Sekunden, dazu kamen vier Bestzeiten im Ziel.

Wie historisch der vierte Sieg hintereinander war, belegt die Tatsache, dass selbst die früheren Weltklassepiloten Wolfgang Hoppe, Christoph Langen oder André Lange diese Serie im kleinen Schlitten nie geschafft haben. Der ehemalige Chefcoach Langen legte zwar von 1993 bis 1996 ein Hattrick hin und holte insgesamt fünf WM-Titel im kleinen Schlitten, doch vier in Serie schaffte er nicht.

Der angeschlagene Lochner, der nach einer Grippe über drei Kilogramm verlor und mit Vitamincocktails etwas aufgepäppelt wurde, machte das Beste aus seiner Situation. „So schlecht bin ich hier noch nie gefahren, das hat auch nichts mit meiner Gesundheit zu tun. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woran es liegt“, sagte der 26-Jährige.

dpa

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