Großer Jubel bei den Österreichern

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Benjamin Raich.

Val d'Isère - Österreichs Ski-Herren um einen überragenden Benjamin Raich haben sich bei der Europa-Rückkehr des alpinen Ski- Weltcups in geballter Macht wieder an der Spitze gezeigt.

Doppel-Olympiasieger Raich fuhr bei der Super-Kombination im französischen Val d'Isère mit einem beherzten Slalom-Lauf nach Platz vier im Super- G mit klarem Vorsprung (0,89 Sekunden) zu seinem 35. Weltcup-Sieg. Hinter Raich machten Marcel Hirscher und Romed Baumann, der sich Rang drei mit Manfred Mölgg (Italien) teilen musste, den rot-weiß-roten Dreifacherfolg perfekt.

Schmerzhaft war die Rückkehr auf die WM-Piste für Felix Neureuther. Der Partenkirchener schied bei einem Sturz im Super-G aus, zog sich aber wohl nur eine Hüftprellung zu. Ebenfalls leer gingen der Partenkirchener Andreas Strodl (Aus im Super-G) und der Ebinger Stephan Keppler (Disqualifikation im Slalom) aus.

Nur ein Sieg in sieben Saisonrennen, der Rücktritt von Hermann Maier vor dem Auftakt, dazu ein paar verletzte Skirennfahrer - der Start in die Olympia-Winter hatte für die erfolgsverwöhnte Alpenrepublik unter keinem guten Stern gestanden. Kam nun die Befreiung? “Wir haben auf uns geschaut, haben gewusst, dass wir gut arbeiten“, sagte ein glücklicher Raich nach seinem dritten Podestplatz des Winters.

Diese Wintersportarten sind olympisch

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Und nach dem Sieg machte er auch gleich Hoffnung auf den nächsten Erfolg. “Ich habe heute die Piste ganz gut absolviert. Ich denke, dass ich für morgen noch Reserven habe.“ Am Samstag wird in den Savoyen ein Super-G gefahren, am Sonntag ein Riesenslalom. Für die Weltmeisterinnen Maria Riesch und Kathrin Hölzl geht der Weltcup nach dem Nordamerika-Gastspiel im schwedischen Are mit Riesenslalom (Samstag) und Slalom (Sonntag) weiter.

Bei der Rückkehr an den Ort, an dem Neureuther vor zehn Monaten die Bronze-Medaille im Slalom nur um 0,19 Sekunden verpasst hatte, war dem Partenkirchner auch diesmal das Glück nicht hold. Durch die rippige Piste bei seiner hohen Startnummer schlugen die Ski übereinander, der 25-Jährige stürzte auf die Hüfte. “Das wird sicher wehtun und in ein paar Stunden vielleicht verschiedene Farben haben, aber es dürfte kein Problem werden“, sagte Neureuther, der den zweiten Slalom der Saison - am 21. Dezember in Alta Badia - förmlich herbeisehnt. “Da bin ich am Start mit viel Selbstvertrauen. Das brauche ich jetzt langsam.“ Denn seinen hohen Kombi-Ambitionen (“Die Kombination ist meine zweitgrößte Chance, eine Medaille zu gewinnen“) genügt der Techniker derzeit (noch) nicht.

Einen kleinen, aber keineswegs schlimmen Dämpfer musste der Schweizer Gesamtweltcup-Führende Carlo Janka hinnehmen. Nach drei Siegen nacheinander schied er bei seiner Attacke auf Raich im Slalom aus. Dennoch bleibt er in der Gesamtwertung mit 460 Punkten vor dem neuen Zweiten Raich (381 Punkte) vorn. Dritter ist der Schweizer Didier Cuche (355).

dpa

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