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Gyoris große Leidenschaft

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Dylan Gyori warf nach der Vollen Hütte sein Shirt ins Publikum. Die Fans lieben seine Spielweise.

München - Der Dezember ist der Monat des Dylan Gyori. Zehn Tore und vier Vorlagen lieferte der Stürmer des EHC München vor einem Jahr.

Und diesen Dezember ist er wieder auf einem guten Weg: Vier Tore und zwei Tore hat er in drei Spielen schon angesammelt. Und der Monat ist noch jung… Gyori selbst gibt sich bescheiden, er redet nicht gerne über sich selbst: „Sieg und Niederlage hängen bei uns immer von der ganzen Mannschaft ab. Wir haben vier ausgeglichene Reihen – da teilen sich Spielzeit und Tore natürlich stark auf.“

Im Mannschaftskreis genießt Gyori hohes Ansehen, nicht nur wegen seiner Tore. Mario Jann zum Beispiel meint: „Dylan ist ein kompakter Spieler, ein echter Führungsspieler.“ Das zeigt nicht nur das Assistenten-„A“ auf Gyoris Brust. Wenn es nicht läuft beim EHC, liest man in seinem Gesicht die Wut und hört klare Worte zu den Mitspielern. Trainer Cortina sagt: „Dylan ist ein erfahrener Anführer, der seine Leidenschaft zeigt.“ In der Kabine zerhackt Gyori schon mal seinen Schläger, wenn es nicht so läuft. Cortina: „Das aber eher, weil er persönlich frustriert ist. Er kann so auch mal ein Zeichen für das Team setzen.“ Gyori meint, er habe seinen Stil verändert: „Vergangenes Jahr war ich lauter und habe mehr mit den Jungs gesprochen.“ In diesem Jahr sei das nicht mehr notwendig. „Die Mannschaft ist ja zusammengeblieben und die jungen Spieler haben eine Menge dazu gelernt. Jeder weiß jetzt, worauf es wann ankommt.“

Donnerstag Vormittag, kurz vor dem Mittagstraining. Gyori steht vor der Spielerkabine in der Eishalle und trinkt eine Tasse Kaffee. Er lehnt sich an die Wand und erzählt: „Ich bereite mich immer langsam auf das Training vor und denke mich hinein. Dann wärme ich mich konzentriert auf. Das alles ist wichtig: In engen Spielen macht die mentale Stärke den Unterschied.“ So, wie im Pokalfinale: Keine sieben Minuten waren mehr zu spielen, Bremerhaven drängte auf den Ausgleich. Da traf Gyori zum erlösenden 2:0. Zuvor hatte er einen Monat lang nicht getroffen. Cortina: „Gegen Hannover hat er unglücklich gespielt. Danach hat er seinen Stil umgestellt. Wenn er sich unter Kontrolle hat, hilft uns seine leidenschaftliche Spielweise sehr.“

Martin Wimösterer

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