Hackl: Angst vor dem Ananas-Express

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Georg Hackl trainiert Felix Loch

München - Sie sind die Medaillenbank des deutschen Wintersports: die Rodler. Wie die Chancen bei den Olympischen Spielen 2010 genau stehen, erklärt Rodel-Guru Georg Hackl im tz-Interview.

Wer auf einen sicheren Sieg in Vancouver wetten möchte, der sollte sein Geld auf die Damen setzen, wer eine etwas bessere Quote, aber immer noch beste Chancen erzielen will, der nimmt sich der Herren an. Wie die Chancen genau stehen, erklärt im tz-Interview Rodel-Guru Georg Hackl, der inzwischen ja als Trainer von Felix Loch tätig ist.

Fahren Sie denn bereits mit den Olympiaschlitten?

Hackl: Wenn die noch nicht fertig wären, hätten wir was verkehrt gemacht. Die letzten Ergebnisse drücken aus, dass wir mit unserem Material gut bestückt sind. Es werden nur noch verschiedene Laufschienen getestet.

Mit Blick auf verschiedene Wetterbedingungen?

Hackl: Ja, die Leute in Vancouver haben uns vom „Pineapple Express“ („Ananas-Express“, die Red.) erzählt. Das ist ein warmer Wind, der aus Hawaii kommt, und es bis auf 2000 Meter hinauf regnen lassen kann. Bloß das nicht – wir hoffen im Februar auf schönes und kaltes Wetter, das wäre die Idealbedingung für uns.

Bei den Damen dürfte das Team mit Hüfner, Geisenberger und Wischnewski klar sein – alle sind Goldkandidatinnen. Aber bei der WM 2009 in Lake Placid überraschte die Amerikanerin Hemlin mit Gold. Wie sieht’s in Vancouver aus?

Hackl: Ich habe großes Vertrauen in unsere Damen. Sie sind psychisch sehr stark. Eine wird ganz oben auf dem Stockerl stehen. Ich hoffe, ich lehne mich jetzt nicht zu sehr aus dem Fenster.

Wie sieht es bei den Doppelsitzern aus?

Hackl: Florschütz / Wustlich haben in Whistler zweimal gewonnen, Leitner / Resch bei den letzten zwei Weltcup-Rennen. Da sind wir also ziemlich durch mit unseren zwei Olympia-Startern.

Wie ist die Situation bei den Männern?

Hackl: Möller und Loch dürften klar sein. Zwischen Langenhahn, Eichhorn und Ludwig ist es noch ziemlich eng. Aber der Andi Langenhahn hat einen kleinen Vorsprung, weil er in Whistler eine Mordsleistung gebracht hat.

Interview: Angela Gebhardt

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