tz-Kolumne

Heinrich heute: Wir sind Eisschnelllauf

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Die deutschen Eisschnellläufer Nico Ihle (r, Sieger) und Samuel Schwarz (Zweiter) stehen auf dem Siegerpodest.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über den deutschen Eisschnelllauf-Doppelsieg.

Die deutschen Wintersport-Fans müssen sich umstellen. Biathlon können wir nicht mehr. Aber dafür können wir jetzt Eisschnelllauf. Ist doch auch schön. Nico Ihle und Samuel Schwarz haben für den ersten deutschen Weltcup-Doppelsieg seit der Schlacht im Teutoburger Wald gesorgt. Viele nennen uns bereits das Holland mit Bergen. Nun kommt es darauf an, Schlittschuhfahren zur TV-Sportart zu machen, die ARD und ZDF statt Biathlon 17 Stunden am Stück übertragen können, und zu der der Glühwein schmeckt. Künftig sollen die Eisläufer auch schießen, aber nicht auf ihre Gegner. Das Eisschnellrodeln, bei dem die Läufer Rodelbahnen befahren, wäre auch super. Ideal wäre eine Staffel, bei der Nico Ihle, unser Kufen-Boris, an Felix Loch übergibt. Ein Comeback von Lena Neuner als Eisschnellläuferin, und wir brauchen kein „Wetten, dass..?“ mehr.

Jörg Heinrich

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