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Henkels Wunsch: Fünf Olympia-Starts in Vancouver

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Andrea Henkel.

Oberhof - Andrea Henkel ist mit sich im Reinen. Privat schwebt sie seit der Liaison mit dem US-Biathleten Tim Burke auf Wolke sieben, sportlich klappt's bei der Thüringer Skijägerin aus Großbreitenbach auch immer besser.

Das Ticket für ihre dritte Olympia-Teilnahme hat die 32 Jahre alte Bundeswehr-Sportsoldatin im Rang eines Hauptfeldwebels sicher. Und spätestens seit ihrem Husarenritt am Mittwoch als Schlussläuferin der deutschen Staffel weiß Bundestrainer Uwe Müssiggang, dass er die nur 1,58 Meter messende große Kämpferin auf allen Positionen im Quartett einsetzen kann.

Dabei hatte der Winter alles andere als optimal für die zweimalige Olympiasiegerin begonnen. “Ich hatte einen schlechten Herbst mit längeren krankheitsbedingten Trainingsausfällen. Noch als sich die anderen im finnischen Muonio auf den Saisoneinstand vorbereiteten, konnte ich kaum schnelle Einheiten machen. Inzwischen ist das überstanden, liege ich wieder voll im Plan“, berichtete die in Oberhof lebende Weltcup-Gesamtsiegerin von 2007. Es sei ein prima Gefühl, dass sie läuferisch wieder ganz vorn mithalten könne, wie die Tagesbestzeit beim Oberhofer Staffelauftritt belege.

Um weiteres Selbstvertrauen zu tanken und zu noch mehr Stabilität zu finden, möchte sie im Vorfeld Olympias alle Startchancen im Weltcup wahrnehmen. “Eventuell lasse ich aber das Staffelrennen in Ruhpolding aus“, bemerkte sie. Ansonsten sehe sie die Wettkämpfe als beste Vorbereitung für Vancouver. “Es ist nämlich etwas anderes, ob man im Training schießt und trifft, oder ob man mit einer Nummer auf dem Bauch in wettkampfentscheidenden Situationen an den Schießstand kommt“, erklärte die einzige Biathletin der Welt, die WM- Goldmedaillen von allen olympischen Disziplinen in ihrem Trophäenschrank hängen hat.

Trotzdem hat auch Andrea Henkel Lieblings-Disziplinen. “Am besten gefallen mir Massenstart, Verfolgung und Staffeln, bei denen es die direkte Auseinandersetzung Frau gegen Frau sowohl am Schießstand als auch bei den Positionskämpfen in der Loipe gibt. Das empfinde ich einfacher und es macht mehr Spaß, als allein gegen Zehntelsekunden anzurennen“, bekannte Andrea Henkel in ihrer zwölften Weltcupsaison.

In Vancouver strebt sie zwei Podestplätze an, einen mit der Staffel und eine Plakette in einem Individual-Wettkampf. Starten würde sie in Kanada aber gern in allen fünf Entscheidungen. “Wegen der zwei bis drei Tage Pause zwischen den einzelnen Olympia- Entscheidungen ist das besser machbar als bei Weltmeisterschaften. Da gibt's weniger freie Tage zwischen den Rennen“, begründete sie das Vorhaben. “Darauf hoffen aber alle in unserer Mannschaft, doch es gibt jeweils nur vier Startplätze.“ Die wird der Bundestrainer nach dem aktuellen Leistungsstand in Kanada auf der Basis der Weltcupergebnisse aus dem Januar vergeben. Deshalb würden gute Resultate bei der Wettkampfserie Oberhof-Ruhpolding-Antholz die olympischen Startchancen klar verbessern.

dpa

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