Olympia 2018: Jetzt Super-Chance für München

In München, Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land sollen 2018 die Winterspiele stattfinden.

Kopenhagen -  Rio de Janeiro tanzt Samba: Die Olympischen Sommerspiele 2016 finden in Brasilien statt. Eine historische Entscheidung, denn zum ersten Mal ist Südamerika Gastgeber von Olympia. Die Vertreter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 atmen durch.

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„Natürlich hätte der Sieger Madrid viele Debatten ausgelöst. Die wird es nun nicht geben, und die wären auch nicht gut gewesen“, sagte Bernhard Schwank, einer von zwei Geschäftsführern der Münchner Bewerbungsgesellschaft, kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses.

Olympia 2016 in Rio: Die Copacabana jubelt

An der Copacabana, dem Strand von Rio de Janeiro, herrscht Ausnahmezustand. Rio hat die Olympischen Spiele 2016! © AP
Die Menschen auf den Straßen der brasilianischen Hauptstadt sind außer sich vor Freude.  © dpa
Spontane Tänze und Konfettiregen, nachdem das Internationale Olympische Kommittee (IOC) seine Entscheidung für Rio bekanntgegeben hat.  © AP
Nach der Bekanntgabe der Entscheidung: In Kopenhagen (Dänemark) springen jubelnde Mitglieder der brasilianischen Delegation auf. © AP
Konfettiregen und Luftballons in Rio de Janeiro. © AP
Rio feiert den Zuschalg für die Olympischen Sommerspiele 2016. © AP
Szenen wie nach einer gewonnenen Fußball-Weltmeisterschaft: Überall sind Grün, Gelb und Blau, die Landesfarben Brasiliens zu sehen. © AP
In Kopenhagen präsentieren Mitglieder der brasilianischen Delegation die Landesflagge. © AP
So feiern sie, die Brasilianer: Ein Fußball und leichbekleidete, dunkelhäutige Schönheiten dürfen dabei nicht fehlen. © AP
Die Copacabana ist gesäumt von jubelnden Menschen. © AP

Doch gebe es ohnehin keine Gesetzmäßigkeit zur Vergabe olympischer Spiele: Diesmal sei es um Sommerspiele gegangen, am 6. Juli 2011 gehe es in Durban (Südafrika) um Winterspiele, bekräftigte er im Gespräch mit tz Online.

Im Rennen für 2018 liegen neben München mit Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee auch Pyeongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich). Dennoch: Hätte Madrid den Zuschlag für 2016 bekommen, es wäre für München 2018 zumindest schwerer geworden: olympische Spiele 2012 in London (Sommer), 2014 in Sotschi (Winter), 2016 in Madrid (Sommer) und dann 2018 in München, es wären wohl zu viele auf dem europäischen Kontinent geworden.

Ein Zuschlag für Tokio hätte möglicherweise die Chancen geringfügig steigern können: zwei Spiele in Folge auf dem asiatischen Kontinent wären unwahrscheinlich gewesen.

Kati Witt: Ihre Karriere, ihr Leben

Kati Witt: Bilder ihrer Karriere
Kati Witt ist das Gesicht der Münchner Olympiabewerbung. © dpa
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Nicht nur auf dem Eis macht sie eine gute Figur. Das People Magazine wählte sie 1991 und 1992 unter die 50 schönsten Menschen der Welt. © Getty Images
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Kati Witt posierte auch schon für den Playboy. Die Ausgabe der Zeitschrift war weltweit ausverkauft. © dpa/Playboy
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Kati und Kiss: Der Eislaufstar und die Rocker bei der Abschluss-Zeremonie der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City. © dpa
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Witt bei Gottschalk auf der Couch. © Getty Images
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Für „Wetten dass ...?“ verkleidete sie sich als Weihnachtsfrau. © dpa
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Der Rodler Georg Hackl nimmt in der ersten Ausgabe der ARD-Sendung "Waldi und Harry" Katharina Witt auf seinen Schoß - was für allgemeine Erheiterung sorgte... © dpa
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Kati Witt hat eine glänzende Karriere hinter sich: Zwei Goldmedallien gab‘s 1984 bei den Olympischen Winterspielen in Sarajevo. © Getty Images
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Kati Witt hat viermal die Weltmeisterschaft gewonnen, hier zum Beispiel 1986. © Getty Images
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1988 gewinnt Kati Witt die Goldmedallie bei den Weltmeisterschaften in Ungarn. © Getty Images
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Bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer versuchte sie ein Comeback. © Getty Images
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Insgesamt gewann Witt 20 Goldmedallien bei internationalen Wettbewerben. © Getty Images
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2008 gab Kati Witt ihre Abschieds-Tournee. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Bilder der Abschiedstour 2008. © Getty Images
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Tränen bei Kerner: Kati Witt sprach in der Sendung über ihren Abschied. © dpa
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Kati Witt mit Wladimir Klitschko. © Getty Images
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Mit Boxer Amir Khan und Klitschko beim Laureus Award 2005. © Getty Images
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Auf dem „Ball des Sports“ 2007. © Getty Images
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Bilder von Kati Witt. © Getty Images
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Bilder von Kati Witt. © Getty Images
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Bilder von Kati Witt. © Getty Images

Das alles aber ist Spekulation. Mit dem Votum von Kopenhagen sollte das Rennen weiter offen sein. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), warnte gleich davor, auf die Mitbewerber zu schielen.

Er gab der Münchner Bewerbungsgesellschaft den Rat, auf die eigenen Stärken zu setzten. Bach erwartet nach der Entscheidung in der dänischen Hauptstadt nicht nur neuen Schwung für die Münchner Bewerbung, sondern auch neue Erfahrungen.

Oberbürgermeister Christian Ude sieht die Bewerbung ebenso gut im Rennen. „Mit der Entscheidung des IOC, die Sommerspiele 2016 nach Südamerika zu vergeben, hat die Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 alle Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss“, sagte Ude nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa.

Alles war möglich

Dass an diesem Freitagabend in Kopenhagen alles möglich ist, das spürten Experten, die das IOC viele Jahre begleiten, früh. Und die geheime Abstimmung unter den 95 Mitgliedern im Bella Center begann tatsächlich mit einer Überraschung: Chicago fiel mit nur 18 Stimmen in der ersten Runde durch. Trotz – oder gerade wegen – des morgendlichen Blitzbesuches von US-Präsident Barack Obama, in jedem Fall trotz des emotionalen Auftritts seiner Frau Michelle. Obama vernahm die Entscheidung in der „Airforce 1“. Nur knapp fünf Stunden nach seiner Ankunft in der dänischen Hauptstadt hatte er sich schon wieder auf den Rückweg gemacht.

Überraschend auch das Votum in der zweiten Runde: Diesmal hatte Tokio die wenigsten Stimmen. Die Enttäuschung bei der Delegation und den Medienvertretern war riesig. So kam es zum Showdown von Rio de Janeiro und Madrid.

Auch ein Showdown zweier alter, aber noch immer mächtiger Funktionäre: der ehemalige FIFA-Präsident Joao Havelange (93) auf der Seite von Brasilien, IOC-Ehrenpräsident Juan Antonio Samaranch (89) für Spanien. Der hatte König Juan Carlos versprochen, die Spiele in seine Heimat zu holen. Es reichte nicht. Das Duell gewann Havelange, der das IOC zu seinem 100. Geburtstag (eben 2016) an die Copacabana einlud.

Aus Kopenhagen berichtet exklusiv für tz Online:

Matthias Holzapfel

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