tz-Interview

Höfl-Riesch: Vicky ist die große Leistungsträgerin

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Die frühere Skirennfahrerin und dreifache Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch.

Sölden - Die Karriere hat Maria Höfl-Riesch (29) beendet, in Sölden hat sie trotzdem vorbeigeschaut. Das tz-Interview.

Skiauftakt – muss Maria da einfach dabei sein?

Höfl-Riesch: Müssen nicht, aber ich hatte einfach Lust darauf. Außerdem ist es nicht mehr so stressig wie in den vergangenen Jahren. Ich habe es genossen, das ganze Geschehen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Haben Sie noch Kontakt zur Mannschaft?

Höfl-Riesch: Am Freitag habe ich mit den Mädels gegessen. Auf der einen Seite habe ich mich gleich wieder wohl und daheim gefühlt, mit vielen Mädels bin ich lange genug gefahren, aber ganz so wie früher war es auch nicht.

Wie war es, das Rennen auf der Tribüne zu verfolgen?

Höfl-Riesch: Die Sicht war schlecht, die Piste ist schnell aufgebrochen, die Bedingungen insgesamt extrem. Sölden war nie meine Lieblingsstrecke, ich hätte mich auch dieses Jahr sehr schwergetan. Deswegen bin ich froh, dass ich das Rennen als Zuschauerin ansehen konnte.

Ist Viktoria Rebensburg die neue Anführerin im Team?

Höfl-Riesch: Das ergibt sich von alleine. Vicky ist die große Leistungsträgerin. Sie ist acht Jahre dabei, ist Olympiasiegerin, sie ist die Einzige, die überhaupt schon etwas gewonnen hat. Damit wird sie automatisch zur Anführerin.

Setzt sie das unter Druck?

Höfl-Riesch: Ich glaube, dass ihr die Rolle liegt, sie kommt damit zurecht, da muss man sich keine Sorgen machen. Der Erfolg wird nun eben an ihren Leistungen gemessen.

Wie wichtig ist ein solcher Orientierungspunkt für die jungen Fahrerinnen?

Höfl-Riesch: Das schadet nie, Vicky konnte sich beispielsweise lange an mir orientieren. Aber auch die Mädels dahinter müssen ihre Leistungen bringen.

Maria Höfl-Riesch und ihr Marcus auf der Wiesn

Maria Höfl-Riesch und ihr Marcus auf der Wiesn

Interview: Mathias Müller

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