Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega ist tot

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Interview

Slalom-Star Kristoffersen: „Das Handyverbot bei uns ist gut“

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Offen für ­Bewerbungen: Kristoffersen ist Single.

München - Sechs Siege in sieben Saison-Slaloms: Der Norweger Henrik Kristoffersen (21) ist der Ski-Mann der Stunde. Das tz-Interview.

Herr Kristoffersen, wie haben diese Siege Ihr Leben verändert?

Kristoffersen: Ich habe viel mehr „followers“ bei Instagram und Facebook (lacht). Und ich habe viel Geld verdient, aber mein Vater Lars behält da den Überblick. Ich kann die Preisgeldlisten durchschauen, aber von Sponsorenverträgen weiß ich nichts.

Welche Wünsche erfüllen Sie sich?

Ich lebe derzeit in einer Pension in Ramsau. Nach der Saison will ich eine Wohnung in Salzburg kaufen, die mein Hauptwohnsitz werden soll.

Sie arbeiten eng mit Ihrem Vater zusammen. Gibt es nie Streit?

Es ist nicht immer leicht, wenn du von deinem Vater hörst: „Das war richtig schlecht, das musst du besser machen…“ Aber das macht mich besser.

Ist Ihr Vater streng?

Sehr streng, sehr strikt. Aber fair.

Er legt Wert auf Disziplin. Man hört, Handys sind beim Essen verboten?

Das gilt für die ganze norwegische Mannschaft. Beim Frühstück ist das Handy noch erlaubt, um Zeitung zu lesen. Aber beim Mittag- und Abendessen sind Handys verboten, was für junge Leute wie mich nicht ganz einfach ist. Aber für das soziale Zusammenleben in der Mannchaft ist das gut, dann reden wir mehr miteinander und nicht jeder starrt in sein Handy.

Gibt es noch andere Verbote?

In Norwegen wird nach dem Schulabschluss immer eine lange Party gefeiert, etwa einen Monat lang. Mir wurde es nicht erlaubt, da mitzufeiern. Mein Vater brachte mir von jungen Jahren an Disziplin bei, ich habe niemals einen Tropfen Alkohol angerührt, ehe ich 18 war. Mit 19 Jahren wollte ich auf diese Party, aber mein Vater sagte: „Nein, das haben wir so entschieden.“

Was ist mit den Mädels?

Ich hatte einige Freundinnen, aber mein Vater sieht es nicht gerne. Er sagt: Man kann nicht zu sehr emotional verwickelt sein, wenn man so viel unterwegs ist. Das raubt dir Energie. In den letzten Jahren entscheide ich mehr für mich selbst, und muss schon gestehen: Ich liebe die Mädchen (lacht).

Felix Neureuther ist in Schladming ausgeschieden – das passiert Ihnen nie.

Das ist eine meiner größten Stärken. Ich hatte Mitleid mit Felix, klar muss ich glücklich sein, dadurch gewonnen zu haben, aber als ich ihn nach dem Rennen traf, saß er schon sehr traurig herum.

Jörg Köhle

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