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Jubel, Trubel, Tore: Toller WM-Start

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Magnus Paajarvi (o) von Schweden erzielt das Tor zum 4:2. Norwegens Torwart Pal Grotnes versucht den Puk noch zu erwischen. © dpa

Mannheim/Köln - Russlands Kufen-Stars zünden den Turbo, Tschechien verzückt mit Jaromir Jagr und Olympiasieger Kanada nimmt nach nur einem Spiel Gold ins Visier.

Mit Eishockey der Extraklasse und bunten Fan-Festen auf den Rängen ist der Start der 74. WM auch abseits des Weltrekord-Paukenschlags zur Eröffnung vollauf gelungen.

Sportlicher Höhepunkt war am Sonntagabend der erste Auftritt von Titelverteidiger Russland. Das Team um Super-Crack Alexander Owetschkin und der Olympia-Vierte Slowakei lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, den die “Sbornaja“ 3:1 für sich entschied.

Maxim Afinogenow brachte den 25-maligen Weltmeister in Führung. Dann schlug die Stunde für Owetschkin: Mit einem abgefälschten Schuss sorgte der Torjäger für das 2:0. Die zahlreichen russischen Fans in der mit 18 522 Zuschauern ausverkauften Halle waren da längst aus dem Häuschen. Die tapferen Slowaken wehrten sich zwar nach Kräften, mehr als das Anschlusstor von Ivan Majesky gelang aber nicht. In der Schlussminute entschied Viktor Koslow mit einem Schuss ins leere Tor die Partie.

Aber auch Ex-NHL-Star Jagr zeigte am Sonntag, dass er es noch immer kann. Der 38-Jährige führte den elfmaligen Champion Tschechien zum Start der Gruppe C in Mannheim mit drei Vorlagen zu einem 6:2- Kantersieg gegen überforderte Franzosen. “Er hat heute seine drei Punkte gemacht, aber er ist ein Spieler, der von Spiel zu Spiel noch besser werden kann“, sagte Tschechiens Trainer Vladimir Ruzicka über den mittlerweile im russischen Omsk aktiven Weltstar.

Dagegen quälten sich die Schweden ins Turnier. Gegen Außenseiter Norwegen mühten sich die “Tre Kronors“ zu einem 5:2. Dabei gaben die Skandinavier sogar eine 2:0-Führung aus der Hand, ehe der dreifache Torschütze Mattias Weinhandl eine Blamage verhinderte.

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Aufsteiger Kasachstan kassierte eine bittere 2:5-Niederlage gegen Weißrussland und steht damit schon mit einem Bein in der Abstiegsrunde. Bereits am Samstag hatten die Kölner Zuschauer den 4:1-Sensationssieg Dänemarks gegen Mitfavorit Finnland gesehen, der am Montag (20.15 Uhr) nächster deutscher Gegner ist.

Olympiasieger Kanada startete dagegen am Samstag in Mannheim standesgemäß mit 5:1 gegen Außenseiter Italien in der Gruppe B die Mission Doppel-Gold. Obwohl die Leistung des 24-fachen Weltmeisters noch Luft nach oben ließ, sah Coach Craig MacTavish die Basis für den WM-Sieg drei Monate nach Olympia-Gold gelegt. Dieses Kunststück war als bislang einzigem Land 2006 den Schweden gelungen.

Team-Manager Mark Messier verdeutlichte, dass für Kanada nur der Titel zählt: “Unsere Jungs sind sich der Tradition bewusst und wissen um die Verantwortung, Kanada zu repräsentieren.“ Das im Gegensatz zu Olympia runderneuerte und vor allem stark verjüngte Team riss die begeisterten Zuschauer bereits im zweiten Drittel zu “La-Ola“ von den Sitzen.

Zuvor hatte die Schweiz in einem rasanten Match Lettland 3:1 niedergerungen. Beide enthusiastischen Fan-Lager zelebrierten dabei auf den Rängen ein Volksfest. “Das war ein Super-Start und ein Super-Spiel“, jubelte der neue Schweizer Coach Sean Simpson, der die München Barons im Jahr 2000 zum Titel in der DEL geführt hatte.

dpa

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