Kanadischer Jubel bei Red Bull Crashed Ice

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Andre Gabriel aus Kanada (v.r.), Jim de Paoli aus Finnland, Kim Mueller aus Finnland und Gwenael van Aken aus Belgien

München - Die Kufen glühten, die Fans feierten: Die Rückkehr des spektakulären Red Bull Crashed Ice im Olympiapark München ließ keine Wünsche offen.

Vor über 23.000 Zuschauern sicherte sich Kyle Croxall (CAN) am Samstagabend nach spannenden Runs und packenden Duellen den Sieg beim ersten Stopp der Ice Cross Downhill-Weltmeisterschaft. Der Kanadier verwies im Finale den schnellsten des Qualifyings, Arttu Pihlainen (FIN), und Lukas Kolc (CZE) auf die Plätze. Der Vorjahressieger und amtierende Weltmeister Martin Niefnecker (Garmisch-Partenkirchen) musste sich im Viertelfinale nach hartem Kampf geschlagen geben. Er landete auf einem guten zehnten Platz und hat damit noch alle Chancen auf die Verteidigung seines Titels bei den anderen Rennen. Den Mini Rookie Award sicherte sich der 20-jährige Fabian Mels aus Rösrath bei Köln.

„Es war eine knappe Geschichte. Ich bin trotz ungünstiger Position gut gestartet. Kurz vor dem Ziel habe ich leider den zweiten Platz eingebüßt“, sagte der 20-Jährige Niefnecker. „Im nächsten Rennen geht es wieder von vorne los. Noch haben viele Athleten WM-Chancen“, so Niefnecker weiter.

Kufencracks aus 21 Nationen kämpften in München um den Sieg. Sportgrößen wie die DTM-Piloten Martin Tomcyz und Mathias Ekström sowie Stabhochspringer Tim Lobinger zollten den Startern an der Strecke Respekt. Auch Moderator Kai Pflaume und Schauspieler Kostja Ullmann ließen sich die heißen Duelle nicht entgehen. „Einen Probelauf würde ich gerne absolvieren, aber ein Rennen wäre mir zu gefährlich“, sagte Ekström.

Auf dem 353 Meter langen und fünf Meter breiten Eisparcours musste sich der Sieger Kyle Croxall in packenden Vierer-Heats nicht nur gegen seine Kontrahenten durchsetzen. Er musste auch Steilkurven, Wellen, Sprünge und weitere Hindernisse meistern. Als Schlüsselstelle entpuppte sich - wie von Sportdirektor Chris Papillon angekündigt - die 180-Grad-MINI-Kurve in der Mitte der Strecke. Hier wurden die Duelle meist entschieden. Ebenfalls spektakulär: Der Start auf der 15 Meter hohen Rampe mit knapp 70 Prozent Gefälle.

Bis zu 140 Personen arbeiteten elf Tage lang rund um die Uhr an dem Gerüst für den höchsten Starturm in der Geschichte des Red Bull Crashed Ice. Anschließend machten Eisspezialisten durch Kühlmatten mit einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmeter daraus den perfekten Untergrund für heiße Duelle und atemberaubende Action auf Eis. Nach der Qualifikation im Einzelzeitfahren am Freitag, traten Samstagabend die 64 schnellsten Athleten in Vierer-Duellen gegeneinander an. Nur die ersten beiden Fahrer kamen eine Runde weiter, bis der Sieger des Auftaktrennens der Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft 2011 feststand.

Nicht nur die Athleten brachten die Fans mit spektakulärer Action zum Kochen. Im Rahmenprogramm sorgten die Münchner Hip-Hopper Blumentopf für heiße Beats.

Bei der Red Bull Crashed Ice Weltmeisterschaft 2011 ermitteln die schnellsten Ice Cross Downhiller der Welt in vier WM-Stopps ihren Champion. Der Sieger jedes Stopps erhält 1000 Zähler, für den 100. Platz gibt es noch 0,5 Punkte. Nach München geht es jetzt weiter in die Niederlande, wo Martin Niefenecker am 5. Februar in Valkenburg seine Revanche bekommen kann. Wer nach den Stopps in München, Valkenburg (NED/5. Februar), Moskau (RUS/26. Februar) und Quebec (CAN/19. März) die meisten Punkte auf dem Konto hat, ist Red Bull Crashed Ice Weltmeister 2011.

Ergebnisse Red Bull Crashed Ice WM 2011 München:

1. Kyle Croxall (CAN), 2. Arttu Pihlainen (FIN), 3. Lukas Kolc (CZE), 4. Scott Croxall (CAN), 5. Adam Horst (CAN), 6. Jim de Pauli (SUI), 7. Louis Dumoulin (CAN), 8. Lari Juctsenlahti (FIN)

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sid

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