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Keine DEL-Lizenz: EHC denkt über Rechtsmittel nach

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Desillusioniert: Trainer Pat Cortina und Manager Christian Winkler (Archivfoto) © sampics

München - Schock für den EHC München: Der Verein bekommt keine DEL-Lizenz. Was der Liga-Chef sagt und was der Club nun tun kann.

Es war ein bissl voreilig. „Nie mehr zweite Liga“, sangen die Eishockeyspieler des EHC München aus voller Kehle. Bei der Zweitliga-Meisterfeier auf der Theresienhöhe war das, ein paar Wochen ist es her. Und für alle war (inoffiziell) klar: In der nächsten Saison spielen wir DEL, also höchste deutsche Liga.

Jetzt der offizielle Schock: Der EHC kriegt keine Lizenz!

In einer trockenen Mitteilung ließ die DEL wissen, der EHC habe „keine vollständigen Bewerbungsunterlagen eingereicht“. Auch eine Fristverlängerung habe der Verein nicht genutzt. Und: „Insbesondere wurde die Sicherheitsleistung in Höhe von 816 000,00 Euro bis heute nicht erbracht.“ Schon seit Längerem war beim EHC über das Thema Geld diskutiert worden. Fakt ist: Die DEL ist teurer als die zweite Liga. EHC-Präsident Jürgen Bochanski hatte nach eigenen Angaben zwar mit mehreren möglichen Sponsoren verhandelt, aber keine Erfolge vermelden können.

DEL-Chef Gernot Tripcke: „Im Vorfeld hörte sich das aus München sehr engagiert an. Wir waren großzügig und haben München statt fünf sogar sechs Werktage als Fristverlängerung genehmigt. Aber als dann am Samstagabend immer noch nichts da war, mussten wir handeln…“

Es habe da „keinen emotionalen Spielraum“ mehr gegeben. Wie es jetzt weitergeht? Tripcke sagt der tz, der EHC habe noch die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen – und zwar beim Rechtsausschuss der Liga.

In der Tat denkt EHC-Präsident Bochanski (derzeit in Spanien) jetzt über Rechtsmittel nach. Seiner Aussage nach soll es nämlich eine mündliche Vereinbarung zwischen ihm und Tripcke für eine weitere Fristverlängerung gegeben haben.

mh, hei

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