tz-Interview

Kitzbühel: ÖSV-Boss forderte den Rennabbruch

+
Peter Schröcks­nadel.

Kitzbühel - Auch ÖSV-Boss sah das grenzwertige Kitz-Wochenende mit zahlreichen schweren Stürzen. Das tz-Interview.

Herr Schröcksnadel, in Kitz sind fünf Österreicher der schon dezimierten Mannschaft gestürzt, hat der ÖSV die Seuche?

Schröcksnadel: Ob es eine Seuche ist, weiß ich nicht, es ist ja nicht ansteckend.

Hoffentlich.

Schröcksnadel: Na, sicher nicht, die riskieren halt. Gott sei Dank haben wir viele gute Fahrer, sonst müssten wir eh zusperren.

Sportdirektor Hans Pum und Sie haben sich oft weggedreht.

Schröcksnadel: Ich kann das nicht mehr sehen, wenn jemand stürzt. Man weiß nicht, was beim Sturz rauskommt. Zum Glück ist es bei Reichelt nur eine kleine Knochenstauchung, er war zum Check im Spital. Für Streitberger und Svindal tut’s mir leid.

Sie haben Rennleiter Markus Waldner angerufen und gefordert, das Rennen abzubrechen, warum?

Schröcksnadel: Wenn du 30 unten hast, zählt das Rennen, das ist in Ordnung. Aber wenn du die schwächeren Fahrer, die noch kommen, bei solchen Bedingungen rauslässt und noch mehr Unfälle riskierst, das wäre ein Fehler. Der Auslöser war für mich der Sturz von Svindal. Wenn der derzeit beste Abfahrer ohne Fahrfehler so abhebt, weil sich die Sichtverhältnisse so geändert haben, ist das ein Grund, zu überlegen.

Der Italiener Casse dürfte sich ärgern, er gewann das letzte Training, durfte aber nicht starten.

Schröcksnadel: Ja, gut, aber auf einen Sieg hätte er keine Chance gehabt. Vincent Kriechmayer ist überragend gefahren, für ganz vorne hat es aber nicht gereicht. Skifahren ist ein Freiluftsport, damit, dass Wind und Schnee kommen, müssen wir rechnen. Die Zuschauer habe die besten 30 gesehen, mehr kann man nicht erwarten.

mm

Lesen Sie auch:

Sturzserie auf der Streif: Landung im OP-Saal

Auch interessant

Kommentare