EHC: Knaller-Auftakt ins Playoff-Halbfinale!

Austin Wycisk und der EHC München marschieren durch die Playoffs
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Austin Wycisk und der EHC München marschieren durch die Playoffs

München - Der EHC München ist gegen Ravensburg souverän in die Playoff-Halbfinals gestartet. Hinter den Kulissen plant der Verein bereits für die DEL.

Playoff-Halbfinale, es zählt nur noch das Hier und Jetzt? Denkste – während die Spieler des EHC München am Mittwoch mit einem 5:2 gegen Ravensburg (Torschützen: Lavallee, Heatley, Schymainski und zweimal Wrigley) loslegten, kümmert sich ein anderer bereits um die Zukunft des Vereins. „Mit dem sportlichen Erfolg strahlt auch das Drumherum. Das gilt auch für die Sponsorenakquise“, sagt Vermarkter Marcel Porsche, „und da sind wir gerade in der Hauptphase.“

Müller-Brot bleibt dem EHC wahrscheinlich wie die Aktiv-Assekuranz als Premium-Partner erhalten, erklärt Porsche, „aber nicht zwingend als alleiniger Hauptsponsor. Das hängt auch von der Liga-Zugehörigkeit ab.“ Noch weiß der EHC nicht, ob es mit dem Aufstieg in die DEL klappt. Auch Porsche muss deshalb zweigleisig planen: Bleibt es bei Liga zwei, soll der Etat in etwa gleich bleiben, sich also zwischen 2,3 und 2,5 Millionen Euro bewegen.

Im Falle eines DEL-Aufstiegs würde sich der Etat des EHC um gut ein Drittel auf 3,5 Millionen Euro erhöhen. „Damit wären wir konkurrenzfähig, in etwa auf Augenhöhe mit Augsburg und Nürnberg. Dann wären wir kein Kanonenfutter.“ Für die Planung heißt das: Nach Abzug der zusätzlichen Erlöse aus dem DEL-Gesamtpool müsste der EHC ein Loch von knapp 700 000 Euro per Sponsoreneinnahmen stopfen.

Der Vermarkter sucht „im Moment speziell in der größeren Kategorie. Der Fokus liegt auf der Automobil-, Versicherungs- und Bankenbranche.“ Mindestens zwei neue Premium-Partner will Porsche deshalb für den Verein gewinnen, die zwischen 200 000 und 300 000 Euro in die Vereinskassen spülen sollen. Dafür hat er mit den anderen Mitarbeitern der Geschäftsstelle individuelle Anschreiben an größere Münchner Unternehmen geplant und verschickt. Gespräche gibt es, sagt Porsche, „wir sind auch noch für neue Gesprächspartner offen. Die Verträge liegen aber noch nicht auf dem Tisch. Wir sind mit unseren Aussagen sehr vorsichtig.“ Das liegt auch „an den sehr hohen Ansprüchen“ der Firmen in der Sportstadt München. Manches Unternehmen würde nur bei einem DEL-Aufstieg einsteigen. Und wenn der, wie erhofft, im Mai feststünde, eilt es: Am 15. Mai müssten die Unterlagen eingereicht werden.

Danach soll Porsche gerüchtehalber als kaufmännischer Leiter des EHC im Gespräch sein. Der Posten ist ja seit Olaf Hildebrandts Rücktritt wegen Unstimmigkeiten mit Präsident Jürgen Bochanski frei, die anfallende Arbeit auf die anderen Mitarbeiter verteilt. Dass Karriere-Mann Porsche (seit einem halben Jahr im Verein) mit Bochanski gut kann, ist kein Geheimnis. Porsche sagt dazu nur: „Wie welche Position neu besetzt wird und ob überhaupt, das hängt auch von dem Weg ab, den wir nehmen. Im Moment geht es für den Verein darum, möglichst viel positiven Wind zu erzeugen.“ So wie am Mittwochabend auf dem Eis.

wim

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