Autos für DSV-Athleten

Kriegt Felix die Kurve? "Sölden wird schwer"

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Felix Neureuther.

München - Felix gibt wieder Vollgas, aber leider noch nicht auf Ski. Während der 30-Jährige wegen seiner Rückenbeschwerden im Schnee noch mit angezogener Handbremse fährt, kann er auf der Straße durchstarten.

Im Zuge der Einkleidung der gesamten Mannschaft des Deutschen Skiverbands fand am Samstag in Künzelsau bei Sponsor Würth auch die Übergabe der Dienstfahrzeuge statt. Und da lässt sich Neureuther nicht lumpen: ein blauer Audi RS4 Avant mit 420 PS für rund 90 000 Euro! Besonders auffällig ist die Farbe: Während alle anderen DSV-Athleten graue, silbergraue oder rote Autos bekamen, erstrahlte Neureuthers Kiste in Blau – passend zur neuen Teamkleidung. „Ich schätze, mein Auto fällt auf. Dass es blau ist, ist nicht meine Schuld, das ging von Audi aus. Aber mir gefällt es richtig gut. Wichtig ist sowieso nur, dass es leitplankentüchtig ist“, sagte Neureuther schmunzelnd in Anspielung auf seinen vorolympischen Autounfall.

Seine Rückenprobleme im Lendenwirbelbereich kommen nicht daher, sondern von einem Bandscheibenvorfall. Sein Start beim Weltcupauftakt in Sölden (26. Oktober) ist trotzdem gefährdet. Neureuther: „Es wird ein schwieriges Unterfangen. Ich steigere die Belastung langsam und entscheide kurzfristig.“ Fritz Dopfer (A6 Avant) wird definitiv auf dem Rettenbachferner dabei sein und zwar für Deutschland. Sein österreichisches Kennzeichen rührt von seinem Wohnort Leutasch her. Auch Langläuferin Claudia Künzel-Nystad ist in Österreich gemeldet, die 36-Jährige hat sich ein A3 Cabrio ausgesucht. Klingt ungeeignet für den Winter, ist es aber nicht. „Die Ski werden meistens transportiert und die Taschen bekomme ich unter. Außerdem fliegen wir oft“, erklärt Künzel-Nystad der tz.

Die Biathlon-Damen sind mittlerweile Biathlon-Mädels. Nach Franziska Hildebrand (27) ist Neureuther-Freundin Miriam Gössner („Mein Auto hat Felix konfiguriert, er hat da mehr Ahnung.“) mit 24 Jahren die Zweitälteste. „Wir haben uns strukturell neu aufgestellt. Den Mut zur Lücke dürfen wir uns nicht mehr leisten“, sagte Karin Orgeldinger, neue Spordirektorin Biathlon/Nordisch.

Auch Felix schaut zukünftig genau hin: „Ich konzentriere mich ab jetzt nur noch auf die Straße und höre Bayern 1.“

Mathias Müller

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