Lena und die Brechstange

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Magdalena Neuner.

Pokljuka - Das war schon wieder nix für Magdalena Neuner & Co.! Auch nach dem fünften Einzelrennen der Saison warten die erfolgsverwöhnten ­Biathletinnen weiter auf ihren ersten Podestplatz – weil die Damen einfach zu oft daneben ballern…

Einzig Andrea Henkel rettete beim Sieg der Schwedin Helena Jonsson in ­Pokljuka mit nur einem Schießfehler und Rang fünf die deutsche Ehre. Aber die anderen? Magdalena Neuner: Rang 18 mit vier Schießfehlern. Kati Wilhelm: auf Platz 26, drei Fehler. Und Simone Hauswald: 27., sie traf viermal nicht ins Schwarze.

Kein Wunder also, dass Bundestrainer Uwe Müssiggang alles andere als begeistert war: „Ratlos bin ich nicht“, sagt er, „enttäuscht aber schon, weil wir uns hier wieder sehr viel vorgenommen hatten.“ Doch wie schon bei den ersten beiden Weltcups konnten die deutschen Frauen die guten Trainingsleistungen nicht auf den Wettkampf übertragen. „Das ist ärgerlich, weil wieder mehr drin war“, sagte Müssiggang. Trotzdem: „Wir müssen die Ruhe bewahren und uns an dem festhalten, was gut geklappt hat.“

Magalena Neuner war nach dem Rennen trotzdem enttäuscht über ihre Leistung. „Ich wollte es vielleicht zu sehr mit der Brechstange“, so die 22-Jährige, die weiter auf ihr Ticket nach Vancouver warten muss. „Natürlich wäre es schön, wenn ich die Norm bis zur Weihnachtspause noch erfüllen würde, aber ich muss locker bleiben.“ Auch die übrigen DSV-Athletinnen waren mit ihren Schießleistungen nicht glücklich. „Meine Finger waren beim ersten Schießen eisig“, erklärte Kati Wilhelm ihre drei Fehler. „Am Ende habe ich ein paar Körner für die beiden Rennen am Samstag und am Sonntag gespart.“ Vielleicht ist dann ja endlich der erste Podestplatz für die deutschen Damen drin…

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