Bei Biathlon-Party im Ruhrgebiet

Lesser/Hildebrand verpassen Sieg auf Schalke knapp

Gelsenkirchen - Erik Lesser winkte strahlend ins Publikum, dann fiel der Olympiazweite seiner Partnerin Franziska Hildebrand in die Arme: Das deutsche Duo war trotz des knapp verpassten Sieges bei der World Team Challenge der Biathleten im Schalker Winterwunderland überglücklich.

Lesser/Hildebrand (Frankenhain/Clausthal-Zellerfeld) mussten sich nach einem spannenden Rennen in dem mit 156.000 Euro dotierten Mixed-Staffel-Wettbewerb nur Walentina Semerenko/Sergej Semenow aus der Ukraine geschlagen geben. „Das war schon geil. Nächstes Jahr greifen wir dann Platz eins an“, sagte Lesser im ZDF, während Partnerin Hildebrand die tolle Atmosphäre bei der größten Skiparty im Ruhrgebiet lobte: „Vor dieser Kulisse zu laufen, war wieder etwas ganz besonderes.“

Platz drei nach Massenstart und Verfolgung ging an die russische Kombination Jana Romanowa/Jewgeni Garanitschew. Die Titelverteidiger Laura Dahlmeier/Florian Graf (Partenkirchen/Eppenschlag) mussten sich vor den rund 40.000 Zuschauern in der Schalker Fußball-Arena mit Platz sechs begnügen. Der französische Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade kam mit Partnerin Anais Chevalier auf den fünften Rang.

Nach ihrem Sieg sprach Semerenko von einem „wunderbaren Abend“. Die Entscheidung fiel beim letzten Schießen, als Semenow ohne Fehler blieb und Lesser einmal in die Strafrunde musste. Trotz lautstarker Unterstützung von den Rängen holte Lesser den Rückstand auf der Schlussrunde nicht mehr auf.

Dahlmeier/Graf vergaben bei der von Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner als Co-Moderatorin begleiteten 13. Auflage der WTC eine bessere Platzierung, als Dahlmeier bei ihrer abschließenden Schießeinlage gleich vier Fehler schoss. Die Enttäuschung war ihr danach anzusehen.

Die Party rund um die Arena hatte schon um 11.00 Uhr mit der Öffnung des Winterdorfes begonnen. Ob beim Rentier-Rodeo, der Schneeballschlacht-WM oder der Biathlon-Torwand - die Zuschauer konnten vor dem Startschuss der World Team Challenge ihr vielfältiges Können unter Beweis stellen.

Sie fanden dabei wie die Athleten ordentliche Bedingungen vor. Aus der Skihalle Neuss waren seit den Weihnachtstagen über 2500 Kubikmeter Kunstschnee in rund 40 LKW-Ladungen nach Gelsenkirchen transportiert worden - und die Strecke hielt.

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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