Nach ihrer schweren Verletzung

Lindsey Vonn ist heiß auf Olympia

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Lindsey Vonn: "Ich fühle mich, als könnte ich noch ­einiges erreichen."

Lake Louise - Lindsey Vonn ist wieder da! Nur neun Tage nach ihrer erneuten Verletzung am Kreuzband will die Ski-Queen in Lake Louise wieder an einem Skirennen teilnehmen.

Ein kurzer Rückblick: Während der Ski-WM in Schladming im Februar 2013 zieht sich der Skistar bei einem heftigen Sturz eine schwere Knieverletzung samt Kreuzbandriss zu. Im November dann der nächste Schock. BeimTraining in Copper Mountain, / USA, die nächste Verletzung am Kreuband. Das Olympia-Aus droht. Jetzt also das Blitzcomeback. Die erneute Verletzung war nur ein kleiner Rückschlag auf dem Weg nach Sotschi.

An den Sturz von Schlad­ming denkt Vonn nicht mehr, wie sie dem Red Bulletin in einem Interview vor ihrer neuerlichen Zwangspause erzählt. Weiter sagt sie, die Zeit direkt nach ihrer Verletzung sei sehr schwierig gewesen. „Bisher konnte ich Verletzungen immer durchpushen. Das ging diesmal nicht. Zum ersten Mal war eine Verletzung größer als mein Wille. In den ersten drei Wochen war das extrem hart zu akzeptieren. Ich konnte nichts tun außer sitzen – ich konnte mir noch nicht mal einen Kaffee holen. Da war nichts mit Pushen. Ich konnte nur warten.“

Außer über ihre Verletzung spricht die 29-Jährige auch darüber, wie ihr Freund, der Golfstar Tiger Woods, sie zu einer besseren Athletin macht. „Tiger sagt, er will fitter sein als alle anderen, das ist sein Weg. Also pusht er sich viel weiter, als es vielleicht nötig wäre. Und das zu erleben, das pusht mich wiederum.“ Außerdem ist Vonn fasziniert von Woods’ mentaler Stärke, wenn sie ihn bei seinen Turnieren begleitet. „Das ist das nächste Level von Selbstvertrauen, Konzentration, Kontrolle. Wenn du es auf dieses Level schaffst, wirst du auch zu einer besseren Skifahrerin.“

Zu ihrer Vorbereitung auf ein Skirennen zählt die Abfahrt der Strecke im Geiste. Vonn kann jede Abfahrtstrecke im Kopf visualisieren und sogar in Echtzeit hinunterfahren. Auf die Frage ob sie denn in Gedanken immer Bestzeit fahren würde, sagte Vonn: „Zeit ist keine eingeblendet. Aber die Linie ist perfekt. Nur manchmal passiert es, wenn ich nachts nach dem Zubettgehen noch Kurse visualisiere, dass ich kurz vor dem Einschlafen stürze…“ Zum Glück ohne Folgen.

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