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Am Donnerstag geht's in Oslo los

Neuner zur Biathlon-WM: So stehen die Chancen der deutschen Skijäger

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Magdalena Neuner (l.) ist siebenfache Weltmeisterin.

München - Am Donnerstag beginnt die Biathlon-WM in Oslo. Die tz sprach mit der ehemaligen Top-Athletin Magdalena Neuner über die Chancen der deutschen Skijäger.

Vor vier Jahren beendete Magdalena Neuner ihre Biathlon-Karriere, heute ist sie TV-Expertin – auch bei der WM in Oslo, die am Donnerstag (ab 15 Uhr bei Eurosport und ARD) mit der Mixed-Staffel beginnt. Drei Wochen nach seinem fürchterlichen Sturz beim Weltcup in Presque Isel ist dann auch Arnd Peiffer wieder dabei. „Im Krankenhaus habe ich nicht daran geglaubt, starten zu können“, sagte er. Nun läuft er mit Simon Schempp, Franziska Preuß und Franziska Hildebrand um die ersten Medaillen. Im Vorfeld der WM hat die tz mit Lena Neuner (29) über das Phänomen Oslo und die Aussichten der Deutschen gesprochen.

Frau Neuner, was macht Oslo so besonders?

Neuner: Das ist einfach ein historischer und wunderschöner Ort. Hinzu kommt diese einmalige Atmosphäre.

Wie kann man sich die vorstellen?

Neuner: In Oslo ist der Wintersport zu Hause, Langlauf ist dort Volkssport. Die Atmosphäre ist einzigartig. An der Strecke stehen 100 000 Menschen und peitschen dich nach vorne. Ob du aus Norwegen kommst oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Es ist diese Herzlichkeit, die allenthalben zu spüren ist. Oslo ist immer eine Reise wert, es ist einer der schönsten Weltcuporte.

Was erwarten Sie von den deutschen Biathleten bei der WM?

Neuner: Viel. Bei den Damen gehen wir mit mindestens drei Medaillenkandidatinnen an den Start, auch bei den Herren haben wir einige Eisen im Feuer. Das hatten wir in den letzten Jahren in dieser Form nicht, von daher können wir uns auf eine tolle WM aus deutscher Sicht freuen.

Deutsche Staffeln bei der Biathlon-WM Favorit

Klingt, als wären zumindest die Titel in der Staffel bereits verbucht.

Neuner: Das natürlich nicht, dafür ist der Biathlonsport zu unberechenbar. Aber eins ist klar. Der WM-Titel in allen Staffeln führt über Deutschland. Diese Favoritenrolle haben sich die DSV-Athleten auch hart erarbeitet.

Woher kommt die Leistungsexplosion im deutschen Team?

Neuner: Die jetzigen Topathleten waren zu der Zeit, als ich zurückgetreten bin, einfach noch zu jung. Die heutigen Ergebnisse sind Teil eines Reifeprozesses, der einfach einige Jahre in Anspruch genommen hat.

Einen solchen hat auch Laura Dahlmeier hinter sich. Ist sie in Oslo zum Siegen verdammt?

Neuner: Der Druck von außen auf Laura ist sicherlich groß, das hat sie sich durch ihre guten Leistungen zwangsläufig erarbeitet. Aber ich mache mir um Laura keine Sorgen. Sie ist vom Kopf her unheimlich weit und mental richtig stark. Ich kenne sie von Kindesbeinen an. Sie hat immer ihr eigenes Ding durchgezogen und wird das auch in Zukunft tun. Druck hin oder her.

Neuner über Dahlmeier: Das sind ihre Stärken

Was macht sie so stark?

Neuner: Neben der mentalen Komponente ist sie vor allem am Schießstand unheimlich konstant. Zudem hat sie sich läuferisch weiterentwickelt. Das ergibt unter dem Strich ein gutes Gesamtpaket. Sie gehört definitiv zu den heißen Medaillenkandidatinnen.

Wen haben Sie im Damenteam sonst noch auf dem Zettel?

Neuner: Franziska Preuß hat nach ihrer Krankheit ein tolles Comeback abgeliefert. Wenn sie in Oslo körperlich gut in Schuss ist, wird sie im Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitreden. Auch Franzi Hildebrand muss man auf der Rechnung haben. Sie hat in dieser Saison einen Riesensprung gemacht, das freut mich sehr für sie.

Wie schätzen Sie die Herren ein?

Neuner: Das nimmt sich im Vergleich zu den Damen nicht viel. Simon Schempp gehört definitiv zu den Mitfavoriten. Zudem können Erik Lesser, Arnd Peiffer und Benedikt Doll um Medaillen kämpfen.

Interview: Tobias Ruf

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