Malysz mit Horror-Sturz - Uhrmann auf Podestplatz

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Adam Malysz stürzte in Zakopane schwer

Zakopane - Polens Volksheld Adam Malysz bangt nach einem schweren Sturz um die Fortsetzung seiner Karriere. Michael Uhrmann fliegt zum ersten Mal seit fast vier Jahren wieder aufs Podest.

Der 32-Jährige aus Rastbüchl belegte mit Flügen auf 120 und 131,5 Meter Platz drei und musste sich einen Monat vor der WM nur dem Überraschungssieger Kamil Stoch (Polen) sowie dem Norweger Tom Hilde geschlagen geben. Severin Freund als Sechster und Martin Schmitt als Elfter komplettierte das starke deutsche Ergebnis.

„Für mich ist das ein großer Tag. Ich wollte nach meinem Crash vor vier Jahren nochmal auf das Podium, das war immer mein Ziel. Schön, dass ich es nochmal geschafft habe“, sagte Uhrmann. Nach seinem starken zweiten Sprung riss er jubelnd beide Fäuste in die Höhe, Bundestrainer Werner Schuster strahlte über das ganze Gesicht.

Uhrmann war zuletzt am 10. Februar 2007 in Willingen auf Platz zwei geflogen. Wenige Wochen später war er im Training bei der WM in Sapporo gestürzt und hatte sich einen komplizierten Mittelfußbruch zugezogen, der fast das Karriereende bedeutet hätte. Erst Anfang Januar stieß Uhrmann nach zähen Jahren wieder in die Weltspitze vor.

Gegen Stoch war Uhrmann in Zakopane chancenlos. Als sich das Leichtgewicht nach dem ersten Weltcup-Sieg von seinen Landsleuten feiern ließ, kam unter den 25.000 sonst so euphorischen Polen wieder etwas Stimmung auf.

Zuvor hatte aus Sorge um Malysz lange Zeit betretenes Schweigen geherrscht. Nachdem der viermalige Weltmeister bei der Landung im tiefenschnee gestürzt war, wurde es im Hexenkessel von Zakopane still. Die Bindung des Skis hatte sich nicht geöffnet, sodass Malysz das Knie offenbar schwer verdrehte.

Zwar raffte sich der 33-Jährige schnell wieder auf, er konnte jedoch nicht ohne fremde Hilfe gehen. Malysz wurde auf einer Trage aus dem Stadion getragen und ins Krankenhaus gebracht.

Entwarnung für Malysz gab es erst am späten Sonntagabend: Entgegen erster Befürchtungen muss er nach seinem Sturz nicht um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. Nach Untersuchungen wurden ein Bruch im Bereich des Handgelenks und starke Prellungen im linken Knie diagnostiziert. „Wir sind erleichtert. Adam hat sich keine ernsthafte Knieverletzung zugezogen. Es handelt sich um eine starke und schmerzhafte Prellung“, wird Physiotherapeut Rafal Kot auf der Homepage des viermaligen Weltmeisters zitiert.

Am Freitag hatte er das erste von drei Springen auf seiner Heimschanze noch gewonnen.

sid

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