Manninen siegt in Oberhof - Kircheisen Fünfter

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Björn Kircheisen.

Oberhof - Der Finne Hannu Manninen hat am Samstag den Weltcup in der Nordischen Kombination in Oberhof gewonnen. Das war sein zweiter Saisonsieg.

Der Finne verwies nach einem Sprung und dem 10-Kilometer- Lauf in 27:38,6 Minuten den Österreicher Felix Gottwald um 1,1 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde mit einem Rückstand von 2,4 Sekunden Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy-Chappuis aus Frankreich. Bester Deutscher war Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt als Fünfter mit 9,6 Sekunden Rückstand.

Eric Frenzel aus Oberwiesenthal lief nach einem Sturz in der Loipe als Zehnter ins Ziel, der Weltcup- Zweite Tino Edelmann (Zella-Mehlis) landete auf Rang 15. “Ich muss es noch genau analysieren, ob der tiefe Schnee, nicht optimale Ski oder das intensive Training seit dem letzten Weltcup vor zwei Wochen die Gründe für das nicht optimale Ergebnis waren“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. “Eigentlich bin ich nämlich mit der Formentwicklung zufrieden. Auf der Schanze waren wir so gut wie noch nie in diesem Winter dabei.“ Kircheisen legte sich dagegen fest. “Ich habe über die Feiertage noch einen harten Trainingsblock gesetzt. Da ging's heute noch nicht so locker. Doch vom Platz 17 nach dem Springen auf Rang fünf nach vorn ist ja auch nicht so schlecht“, sagte er. Bei der Aufholjagd in der tiefen Loipe hatte er viel Kraft gelassen. “Die Körner fehlten dann in der letzten Runde“, meinte der achtmalige Silbermedaillen- Gewinner von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Drei Runden habe er sich wirklich gut gefühlt. “Als das Rennen dann auf den letzten zweieinhalb Kilometern immer schneller wurde, haben mir einfach Grundspritzigkeit und Kraft gefehlt“, sagte Kircheisen. Völlig k.o. fühlte sich Tino Edelmann, nachdem er sich fünf Kilometer lang als Lokomotive vor das Feld gespannt hatte. “Dann war die Kraft zu Ende. Vielleicht habe ich zu wenig gegessen“, meinte der Thüringer nach seinem schlechtesten Saison-Resultat. Auch Eric Frenzel lief lange in der Spitzengruppe, ging dann aber im tiefen Schnee zu Boden. “Da war der Anschluss nach vorn weg“, beschrieb er die Situation. “Zum Glück habe ich mir nicht wehgetan.“ “Der Sturz hat ihn fast 30 Sekunden gekostet“, sagte Weinbuch, der nach knapp der Hälfte des Laufs den leicht erkälteten viermaligen Weltmeister Ronny Ackermann aus dem Rennen nahm. “Anfangs war er gut mit dabei. Doch dann ging's bei ihm immer schwerer.

Ich wollte nicht riskieren, dass er sich gesundheitlich weiter reinreitet“, begründete der Bundestrainer. “Der Ronny kommt schon wieder. Wichtig war, dass er heute auf der Schanze gut mit dabei war. Beim Laufen sollte er angesichts der leichten Erkältung nicht zu viel Gas geben. Er schafft das mit der Olympia-Norm schon noch“, sagte Weinbuch. Ackermann selbst war sauer über sich selbst. “Es ist schon ärgerlich, dass ich die gute Ausgangsposition mit nur 33 Sekunden Rückstand nach dem Springen nicht nutzen konnte und am Ende wieder nichts Zählbareres herausgekommen ist. Aber es hätte keinen Sinn gemacht, zu Ende zu laufen. Ich hoffe, dass es morgen besser wird, wenn die Langläufer nicht vor uns auf der Strecke sind und der Schnee so tief aufgefahren ist“, sagte er.

dpa

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