Flasche Strecken-Infos

Maria Höfl-Riesch: Zoff mit Trainern!

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Erst die Lust, dann kam der Frust bei Maria.

München - In Lake Louise verpasste Maria Höfl-Riesch im Super-G eine Top-Platzierung, machte falsche Strecken-Informationen der Trainer dafür verantwortlich.

Eigentlich lief alles perfekt in Lake Louise für Maria Höfl-Riesch. Nach den zwei Abfahrtssiegen lag die 29-Jährige am Sonntag im Super-G auf Bestzeitkurs. Doch dann verpasste sie einen möglichen Hattrick wegen eines einzigen Fehlers. Das Dumme: Sie selbst trug daran höchstens eine Teilschuld. Ausgerechnet einer ihrer Trainer soll für den Patzer verantwortlich gewesen sein. „Ich habe da ein bisschen falsche Infos gehabt“, ärgerte sich Höfl-Riesch, die auf Platz 19 zurückfiel. Bei der Besichtigung für das Rennen habe sie sich „schon gedacht: die Welle wird spannend, weil das Tor relativ schnell danach kam“. Kurz vor ihrer Fahrt habe sie aber von einem der Coaches die Information bekommen: „Über die Welle drüber und drauf.“ Sie sollte also erst nach der Bodenwelle wieder Druck auf den Ski geben. „Aber das war definitiv zu spät“, so Höfl-Riesch.

Cheftrainer Tom Stauffer wies die Anschuldigung zurück. „Die Maria ist mit einer ganz anderen Geschwindigkeit hingekommen“, sagte Stauffer: „Da wäre schnelles Reagieren notwendig gewesen.“ Doch Höfl-Riesch reagierte ja zu spät. Wegen falscher Informationen? „Ich weiß nicht, ob es mit einem anderen Course Report anders ausgegangen wäre“, meinte Stauffer, der bei Höfl-Riesch nach dem Knatsch von Lake Louise mit einer Trotzreaktion bei der Rückkehr nach Europa rechnet.

Zumal sie eigentlich in Topform ist. „Maria hat zum ersten Mal gezeigt, was sie kann. Wir sind voll im Plan“, sagte ihr persönlicher Trainer Heinrich Bergmüller der tz. Von ihm bekommt sie ihr Trainingsprogramm, bestehend aus Übungen zur Mobilisation, zur Koordination und für den Rumpf. Die beiden stehen täglich in telefonischem Konakt. Für den Erfolg gibt Höfl-Riesch alles. Bergmüller: „Während ihrer Zeit in Übersee hatte sie nur einen einzigen freien Tag, sonst hat sie immer trainiert.“ Eine Änderung ist erst mal nicht in Sicht. Nur an Weihnachten: „Da bekommt sie frei.“

In St. Moritz werden am Wochenende gleich der nächste Super-G sowie ein Riesenslalom ausgetragen werden. Cheftrainer Stauffer weiß: „Da war die Maria immer schnell.“ Hoffentlich stimmen dann auch die Anweisungen wieder.

mm

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