Michi Greis will es wissen: "Als Olympiasieger heimfahren"

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Michael Greis.

Östersund - Für Michael Greis hat sich der erste Winter- Wunsch schon erfüllt. In Östersund hat es geschneit, der Auftakt im Biathlon-Weltcup in der Stadt der Elche wird ganz in Weiß über die Bühne gehen.

Der Allgäuer selbst, der “allein schon wegen der Optik“ auf Natur-Schnee gehofft hatte, tut alles, um sich seinen ganz großen Wunsch zu erfüllen. “Ein Traum wäre es für mich, dass ich noch einmal als Olympiasieger aus Vancouver heimfahren kann. Da arbeite ich jeden Tag drauf hin“, sagt der 33 Jahre alte Skijäger vor dem ersten Männer-Einzel am Donnerstag (17.10/ZDF).

„Wichtig ist, dass ich auch diesmal gut in den Winter reinkomme. Und natürlich möchte ich so schnell wie möglich die Olympia- Qualifikation in der Tasche haben“, sagt Greis, der in Turin drei Goldmedaillen gewann. “Selbst bei Michi sieht es inzwischen wieder richtig gut aus, nachdem er zwischenzeitlich wegen seiner Gelenk- Probleme ein wenig Gas raus nehmen musste“, sagt Bundestrainer Frank Ullrich.

Greis ist nach gesundheitlichen Problemen (“Ich hatte ein sogenanntes Läufer-Knie“) im Sommer wieder geschmeidig wie eine Katze. Im dreiwöchigen Trainingscamp am Polarkreis hat sich der Olympiasieger und Weltmeister gut vorbereitet. “Ich konnte voll angreifen und auch einige intensivere Einheiten absolvieren. Von daher bin ich jetzt ganz optimistisch für den Winter. Ich bin soweit wieder im Fahrplan und freue mich, wenn es los geht.“

Nach dem Trainingslager hatten Greis und seine Freundin, die Biathletin Kathrin Hitzer, erst einmal viel zu tun. “Nach den drei langen Wochen in Finnland lief erst einmal die Waschmaschine heiß: Sage und schreibe sechs volle Ladungen haben Kathrin und ich insgesamt gewaschen, aufgehängt, getrocknet, zusammengelegt und wieder im Schrank einsortiert.“

In Östersund, in der Region Jämtland, dort ist der große und stattliche Elch das Wappentier, wird Greis wieder im Blickpunkt stehen. “Definitiv“ anders wahrgenommen werde er nach den Erfolgen von Turin. “ Man stürzt sich immer zunächst auf die Weltmeister und Olympiasieger. Ende Februar weiß man, wer in Vancouver das Rennen gemacht hat und für die nächsten vier Jahre interessant ist.“

Greis hätte nichts dagegen, auch die nächsten Jahre interessant zu bleiben. “Im Endeffekt“, glaubt der Biathlon-Star, “habe ich alles so beibehalten wie zuvor. Grundlegend hat sich aber der ganze Horizont rund um den Sport deutlich erweitert. Es wird anspruchsvoller das Ganze zu managen. Ein Ausdauersport lebt natürlich vom trainieren und da muss man sehen, wie man das ganze in Griff kriegt“.

dpa

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