1. tz
  2. Sport
  3. Wintersport

Ski-Schönheit rast zum Sieg - der neue Freund jubelt im Ziel, auch Neureuther schwärmt

Erstellt:

Von: Christoph Klaucke

Kommentare

Es war eine irre Aufholjagd, die ihr zum Sieg beim Weltcup-Auftakt in Sölden verhalf. Der neue Freund von Ski-Star Mikaela Shiffrin hatte daran großen Anteil.

Sölden - Sie ist einfach die Beste ihres Fachs. Die Ski-Queen Mikaela Shiffrin hat direkt zum Start der neuen Wintersport-Saison ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und den ersten Sieg geholt. Dass die US-Amerikanerin gleich zum Auftakt der Olympia-Saison im nervenaufreibenden Riesenslalom von Sölden ihren 70. Weltcup-Sieg feiern konnte, hatte sie auch dem neuen Mann an ihrer Seite zu verdanken.

Shiffrin hat erst vor kurzem ihr Liebesgeheimnis mit dem norwegischen Ski-Rennläufer Aleksander Aamodt Kilde gelüftet. In Sölden jubelte ihr neuer Freund an der Strecke - zuvor gab er seiner Heldin aber wertvolle Tipps.

Mikaela Shiffrin: Ski-Star jubelt mit Freund Aleksander Aamodt Kilde - Neureuther schwärmt

„Ich dachte immer, einen Freund hier zu haben, lenke nur ab. Aber er gibt mir so viel Motivation und Energie, es ist einfach toll“, erzählte Shiffrin im ARD-Interview. Beflügelt von ihrem ganz besonderen „Fan“ entriss die Olympiasiegerin im packenden Finale auf dem Rettenbachferner Weltmeisterin Lara Gut-Behrami noch den Sieg. „Es ist wunderschön einen Menschen an der Seite zu haben, mit dem man über alles reden kann“, sagte sie. Nicht nur, aber auch über den Beruf.

Kilde, Gesamtweltcupsieger 2020, hatte ihr vor dem zweiten Lauf empfohlen, alle Vorsicht über Bord zu werfen und „mehr Gas“ zu geben. Schließlich war der oft launige Gletscher diesmal ein perfekter Untergrund. Shiffrin folgte dem Rat - und lag am Ende 0,14 Sekunden vor Gut-Behrami. „Das war eine absolute Demonstration der Stärke. Es ist ein Traum, ihr zuschauen zu dürfen“, schwärmte ARD-Experte Felix Neureuther.

Mikaela Shiffrin: Tipps von Freund Kilde bringen den Sieg

70 Siege - „das ist unglaublich“, sagte Shiffrin, „ich bin wirklich stolz“. Bei der Siegerehrung kämpfte sie mit den Tränen. Seit dem Tod ihres Vaters Jeff im Februar 2020 hatten sich bei der langjährigen Dominatorin Zweifel breit gemacht, daran änderten auch die vier WM-Medaillen vor acht Monaten wenig .Vor Sölden habe sie sich gefragt: „Kann ich wirklich wieder gewinnen? Kann ich mit dem Feuer fahren, das ich vorher hatte?“, berichtete die 26-Jährige. Doch bei all der Nervosität sei sie sich sicher gewesen bei dem, was sie tat - auch dank Kilde.

Der 29-jährige Norweger verzichtet nach seinem Kreuzbandriss vor neun Monaten noch auf einen Start und konzentriert sich auf die ersten Speed-Rennen in Lake Louise (Kanada) Ende November. Das verschaffte Shiffrin ein einmaliges Erlebnis: ein Rennen samt Sieg vor den Augen ihres Freundes. „Es ist etwas Besonders, das wird wahrscheinlich nie wieder in meiner Karriere passieren. Ich bin so aufgeregt, dass er hier ist“, verriet Shiffrin. Vielleicht kann es Kilde ja doch noch einmal einrichten, bevor er sich wieder selbst die Bretter anschnallt. Dass er seiner Freundin Glück bringt, ist nur allzu offensichtlich. (ck/sid)

Auch interessant

Kommentare