Morddrohungen gegen Maze - Wasmeier:

"Unglaublich, was für Wahnsinnige rumlaufen"

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Tina Maze

Garmisch-Partenkirchen - Die Morddrohungen gegen Tina Maze schocken die Ski-Welt. Auch Markus Wasmeier zeigt sich fassungslos. Er hatte einst ähnliches erlebt.

Aufregung in Garmisch-Partenkirchen! Erst knackte Tina Maze (2074 Punkte) durch ihren Abfahrtssieg am Samstag die bisherige Gesamtweltcup-Bestmarke von Hermann Maier (2000 Punkte) bereits sieben Rennen vor Saisonende, dann musste sie um ihr Leben fürchten. Beim Veranstalter, dem Skiclub Garmisch, ging eine E-Mail mit einer Morddrohung gegen Maze ein. SCG-Vorsitzender Peter Fischer bestätigte auf BR-Nachfrage: „Wir haben die Drohung sehr, sehr ernst genommen und sofort Sicherheitskräfte eingeschaltet. Wir konnten ihren Schutz voll gewährleisten, leider gehört auch das zu den Aufgaben eines Veranstalters.“ Ab dem Nachmittag hatte Maze stets Polizeischutz an ihrer Seite. Zudem ermittelte das Landeskriminalamt.

Markus Wasmeier konnte bei dieser Nachricht nur noch den Kopf schütteln. Er hatte bei der Weltmeisterschaft 1991 in Saalbach-Hinter­glemm ähnliches erlebt, damals wurde die komplette deutsche Mannschaft bedroht. „Es war sehr unangenehm, ich konnte mich nie davon lösen, das war ein Horror. Unglaublich, was da draußen für Wahnsinnige herumlaufen.“ Maze selbst versuchte den Vorfall locker zu nehmen. Sie könne darüber nur lachen, „so sicher wie heute habe ich mich noch nie gefühlt“, so die 29-Jährige. Deutlich wurde dagegen Maria Höfl-Riesch, die am Sonntag im Super-G ihren 25. Weltcupsieg nur um 0,20 Hundertstel (Siegerin Anna Fenninger) verpasste: „Das ist schon brutal, das geht zu weit. Das hat im Sport nichts verloren“, so Höfl-Riesch.

Sportlich war das Wochenende für Maze aber mal wieder ein großer Erfolg. Sie rockt den Skizirkus und führt die Siegesserie fort, die sie bei ihrem Riesenslalomsieg beim ersten Saisonrennen in Sölden begonnen hatte. Zudem gewann sie als erst dritte Skirennfahrerin in einem Winter Weltcup-Rennen in allen fünf Disziplinen – perfekt machte sie das mit dem Abfahrtssieg am Samstag. „Das ist wirklich beeindruckend, da kann man nur den Hut ziehen“, sagte Höfl-Riesch, die in der Abfahrt tolle Dritte wurde. Lob gab’s auch vom bisherigen Rekordhalter Hermann Maier. „Jeder, der das schafft, hat den Rekord verdient“, so Maier zur tz.

Dass die 2000-Punkte-Marke bei den Damen bald fallen könnte, deutete sich in den vergangenen Jahren bereits an. Lindsey Vonn (1980 Punkte) war 2012 knapp gescheitert und auch Janica Kostelic (1970) war 2006 nah dran. Die Dichte bei den Damen ist vielleicht nicht ganz so breit, wie die der Männer. Der letzte männliche Sieger, der annähernd an Maier herankam, war der Amerikaner Bode Miller, er gewann 2005 mit 1648 Punkten. Zum Vergleich: Marcel Hirscher reichten im vergangenen Jahr schon 1355 Punkte zum Sieg.

Mathias Müller

Höfl-Riesch Dritte beim Heimrennen - Bilder der Damen-Abfahrt

Sie jubelte, sie lachte, und sie winkte glücklich ihren Fans auf der Tribüne zu: Maria Höfl-Riesch eroberte bei der Damen-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen einen Podiumsplatz. © Thomas Sehr
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Sie jubelte, sie lachte, und sie winkte glücklich ihren Fans auf der Tribüne zu: Maria Höfl-Riesch eroberte bei der Damen-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen einen Podiumsplatz. © Thomas Sehr

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