EHC München schießt Kaufbeuren ab, Bierdusche für Cortina

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Pat Cortina bekam nach dem Spiel eine Bierdusche

München - Das Ziel „ausverkauft“ hat der EHC München nicht ganz gepackt – trotzdem haben die 5822 Fans ihre Mannschaft frenetisch gefeiert. Der ESV Kaufbeuren hatte nicht den Hauch einer Chance.  

Mit 7:1 bezwang das Team von Trainer Pat Cortina am Freitagabend den ESV Kaufbeuren. Kompon, Hede (2), Schymanski, Lavallee, Reid und Dylan trafen beim „Aktion Volle Hütte“-Spiel. Im letzten Jahr kamen am 30. Dezember mit 6012 Fans gegen den gleichen Gegner etwas mehr Zuschauer. Der Stimmung tat das am Freitagabend keinen Abbruch. Co-Trainer Peppi Heiß, der den biergeduschten Cortina bei der Pressekonferenz nach dem Spiel vertrat: „Toll, dass wir vor dieser Kulisse so hoch gewonnen haben.“

Ist nach den jüngsten Formschwankungen endlich Konstanz da? „Die Mannschaft ist charakterlich in Ordnung“, sagt Manager Christian Winkler. Das Problem wurzelt in drei anderen Faktoren.

Verletzungspech: Zeitweise fiel beim EHC die halbe Mannschaft aus. Auch jetzt fehlen Cortina, wie er sagt, zwei „stille Anführer“: Austin Wycsik und Patrik Vogl pausieren jeweils noch einen Monat. „Sie arbeiten hart und sind vor allem sehr effektiv. Äußerst bedauerliche Ausfälle.“ Dass der EHC überhaupt so weit vorne mitspielt, liegt an der Tiefe des Kaders. Kapitän Raubal: „Wir können deshalb Ausfälle kompensieren andere Mannschaften wie Garmisch schaffen das nicht.“

Reisebelastung: Für den Pokalsieg mussten die Münchner viermal auswärts ran, am Dienstag ging es sogar ins 800 Kilometer entfernte Bremerhaven. In dieser Woche hat der EHC deswegen nur am Donnerstag voll trainiert. Cortina: „Das ist nicht ideal.“

Die Gegner: Die Liga ist zusammengerückt. Vor allem in der Spitze gibt es Zuwachs, sagt Raubal: „Schwenningen und Ravensburg sind deutlich stärker als im Vorjahr und auch andere Teams. Unsere Chancen stehen schon hoch, dass wir wieder ins Finale kommen — aber es wird eine harte Aufgabe.“ Cortina setzt nach einigen Experimenten nun wieder auf die Erfolgsaufstellung vom Saisonstart: „Wir spielen seit dem vorigen Wochenende etwas stabiler. Wir sind nun definitiv auf dem richtigen Weg.“

wim

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