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EHC München: Sieg mit Schüttelfrost

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München - Der EHC München hat am Sonntag gegen die Füchse aus Weißwasser 3:1 gewonnen. Es war ein Sieg, wie ihn der EHC in letzter Zeit öfter eingefahren hat:

Clever gespielt, doch ohne restlos zu überzeugen. Co-Trainer Peppi Heiß meint zum Spiel: „Die Füchse haben stark und wir verhalten gespielt. Wir traten nicht wie sonst auf, nicht dominant und ohne Forechecking.“

Und doch war dieser Sieg ein ganz wichtiger: Die 3:4-Niederlage gegen Freiburg am Freitag saß der Mannschaft noch wie ein Schüttelfrost in den Gliedern. Eine 3:1-Führung gegen den Tabellenletzten noch zu verschenken, das kratzt natürlich am Selbstvertrauen. Der EHC trat also auch ein Stück weit gegen die eigene Psyche an. Heiß: „So wie gegen Freiburg können wir natürlich nicht auftreten. Das Spiel gegen Weißwasser war ein Zwischenschritt.“

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Deshalb: Ruhig angehen, erst mal wieder zur Form finden. Die Füchse, das wusste das Trainergespann Pat Cortina und Heiß, sind ein unangenehmer Gegner. Im heimischen „Fuchsbau“ gehören sie sogar zu den Topmannschaften der Liga. Heiß: „Wir wollten nicht ins offene Messer laufen.“ Das klappte im ersten Drittel ganz gut: Der Torschütze vom Dienst, David Wrigley, hatte den EHC nach elf Minuten in Führung gebracht. Doch wirklich gefestigt wirkten die Münchner nicht, der Ausgleich in der 33. Minute war nur gerecht. Dass die schlauen Füchse um den Ex-Münchner Christopher Straube nicht in Führung gingen, lag am starken Keeper Joey Vollmer.

Im letzten Drittel steigerten sich die Münchner, die mit vier Reihen antraten und deshalb ausgeruhter wirkten als die Füchse. Jetzt plötzlich schien der Schüttelfrost überstanden: Druckvolle Angriffe, aktives Angriffsspiel. „Da haben wir wieder den alten EHC gesehen“, meint Heiß. Mark Heatley und Dylan Gyori trafen kurz vor Spielende zum Sieg.

Überragend war das also nicht, was der EHC am Wochenende abgeliefert hat – gemessen an den Ansprüchen natürlich. „Die Fans erwarten natürlich, dass wir in die Lausitz fahren und klar gewinnen,“ sagt Heiß. Er versteht die Anhänger, der EHC ist ja schließlich Tabellenführer mit DEL-Ambitionen, aber Heiß stellt auch klar: „Wir müssen uns aber erst jeden Sieg erarbeiten, g’schenkt kriegt man in dieser Liga nichts!“

wim

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