Neureuther & Co. müssen woandershin

Neujahrs-Parallelslalom: Ausgekurvt am Olympiaberg!

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Eine Pistenraupe steht 2011 im Olympiapark im Zielbereich der Piste für den Ski-Weltcup, während im Hintergrund die Rennstrecke am Olympiaberg zu sehen ist.

München - Für den FIS-Parallelslalom am Neujahrestag gibt es keine Zukunft mehr am Münchner Olympiaberg. Nach nur zwei durchführbaren Rennen in fünf Jahren wegen zu wenig Schnee ziehen Felix Neureuther & Co. 2016 an einen anderen Ort.

Wenn beim Treffen am Montag in Oberhof zwischen FIS-Präsident Gian-Franco Kasper und dem Deutschen Skiverband die wenigen noch offenen Details geklärt werden, hat es insbesondere Neureuther nicht weit zum Start. Nach Informationen des Münchner Merkur ist sein Heimhang, der Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen, der neue Austragungsort.

Der DSV hält sich offiziell bedeckt, aber Alfons Hörmann, ehemaliger DSV-Boss und heutiger DOSB-Präsident und Council-Mitglied der FIS bestätigt der tz: „Ich halte den Standort Garmisch für attraktiver. Wenn man nur zwei von fünf Rennen veranstalten kann, muss man sich Gedanken machen. Es wäre fatal, wenn der DSV den medienträchtigen Neujahrestermin verlieren würde.“ Hörmann ist wichtig, dass auch im Hinblick auf Olympia-Bewerbungen kein falscher Eindruck entsteht. Deutschland kann Weltcups veranstalten.

Felix Neureuther würde sich freuen, der 30-Jährige kennt die Pläne und verriet der tz: „Ich hoffe, dass es klappt, das wäre der Hammer.“ Unter Umständen schwingen die Ski-Asse im Ziel dort ab, wo kurze Zeit zuvor die Skispringer beim Neujahresspringen gelandet sind – im Olympiastadion! Eine Sache gibt Neureuther zu bedenken: „Das Schwierige am Gudiberg ist, für Chancengleichheit zu sorgen, da der Hang nicht so identisch ist wie der Olympiaberg, insbesondere, wenn der Zielstrich im Stadion liegen soll.“

So oder so: Ein historisches Doppel aus nordischem und alpinem Sport dieser Art ist einmalig! In die Röhre schaut die Olympiapark GmbH. Die hatte sich gegen Ausfälle versichert, doch wenn die Assekuranz oft zahlen muss, wird sie teurer. Es kamen Zweifel auf an der Machbarkeit des Projekts. Auf Ende Januar oder in den Februar konnte man aufgrund des dichten Weltcupkalender nicht ausweichen? Jetzt hat es sich ausgekurvt in München.

Mathias Müller

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