Magdalena Neuner: Zweiter Platz und neuer Partner

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Magdalena Neuner hat wieder Grund zur Freude

Pokljuka - Magdalena Neuner riss die Arme in die Höhe und strahlte trotz eisiger Kälte über das ganze Gesicht.

Nach Platz drei im Sprint setzte die sechsmalige Weltmeisterin beim Biathlon-Weltcup im slowenischen Pokljuka am Sonntag im Verfolgungsrennen noch einen drauf und machte als Zweite hinter der russischen Doppelsiegerin Swetlana Slepzowa ihr eindrucksvolles Comeback perfekt. “Vor allem das letzte Stehend-Schießen hat mich sehr gefreut. So kann ich gut in die Weihnachtspause gehen“, sagte die 22-Jährige, die nach einem grippalen Infekt erst mit Verspätung in den Olympia-Winter gestartet war.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

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Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
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Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
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... und pflegt die Tradition. © dpa
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Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
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Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
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Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
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Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
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Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
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... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
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Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
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Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
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Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
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Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
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Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
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Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
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Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
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Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
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"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
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In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
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Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
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Lena mit Hund Rocky © dpa
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Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
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Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
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Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
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Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
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Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
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Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) als Neunte und Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Zehnte komplettierten das starke Ergebnis für das deutsche Team, das nach dem ersten Podestplatz durch Neuner am Samstag wie befreit wirkte. “Ich denke, das hat dem ganzen Team gut getan. Wir wissen, dass wir aufs Podest laufen können und das ist wichtig“, sagte die Wallgauerin. Das sah auch Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang so: “Der Podestplatz war wichtig für die ganze Mannschaft.“

Während die dreifache Olympiasiegerin Wilhelm in der Verfolgung noch vier Plätze einbüßte, stürmte Henkel nach ihrem enttäuschenden 43. Rang vom Samstag mit nur einem Schießfehler noch unter die Top Ten. Simone Hauswald (Gosheim) wurde Elfte, Tina Bachmann (Schmiedeberg) 19. und Juliane Döll (Oberhof) 24.

Magdalena Neuner war nach dem für sie perfekten Wochenende happy. “Es ist schön, dass ich mit der erfüllten Olympia-Norm und zwei Podestplätzen in die Festtage gegen kann“, sagte die bayerische Frohnatur, die auch privat wieder ihr Glück gefunden zu haben scheint. “Ja, es stimmt! Ich bin glücklich“, sagte sie der “Bild am Sonntag“ zu Spekulationen über einen neuen Freund.

Sportlich beseitigte Neuner bei Temperaturen um Minus 15 Grad alle Zweifel an ihrer Form. “Die Beine tun endlich wieder weh, so muss es sein. Ich muss mich bei den Anstiegen wieder richtig quälen“, sagte die 14-fache Weltcup-Gewinnerin. “Ich habe das Rennen relativ ruhig angehen lassen und wollte mich auf meinen Wettkampf konzentrieren. Das hat sehr gut geklappt“, meinte Neuner. Nach zwei freien Tagen will der deutsche Biathlon-Star auch zwischen Weihnachten und Neujahr trainieren, um den Aufschwung auch beim ersten Weltcup 2010 in Oberhof (6. bis 10. Januar) fortzusetzen.

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