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Österreich will den EHC München

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München - Der EHC und der Aufstieg in die erste Liga – jetzt könnte die Sache einfacher gehen als gedacht… Allerdings: Nicht in Deutschland, sondern (kein Witz) in Österreich!

 Fakt ist: Die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) hat Interesse daran, den EHC aufzunehmen. Und Fakt ist ebenso: Der EHC denkt darüber ganz ernsthaft nach. In einer Stellungnahme des Klubs heißt es: „Das Interesse der EBEL freut den EHC und die eingeräumte Option bietet eine außergewöhnliche Perspektive.“ Eine Perspektive – und eine Alternative!

Ursprünglich hatte der EHC ja für den Aufstieg in die DEL geplant. Ob das aber noch was wird, nachdem die Unterlagen zu spät abgegeben wurden, steht in den Sternen. Zwar könnte der EHC auf alle Fälle weiter in der zweiten Liga spielen – aber das wäre kein Fortschritt zum letzten Jahr. Die EBEL hingegen wäre ein möglicher Schritt nach vorn. „Das Niveau ist hoch, die Top-Mannschaften könnten sicher im mittleren Drittel der DEL mitspielen“, sagt EHC-Verteidiger Patrik ­Vogl, der früher für Innsbruck spielte. Die Alpenliga setzt sich bislang aus zehn Klubs aus Österreich, Ungarn, Slowenien und Kroatien zusammen.

Ob jetzt der EHC dazukommt, soll sich innerhalb von zehn Tagen entscheiden. Unter anderem muss der DEB sein Einverständnis geben. Die Münchner Anhänger stehen der Alpenliga gespalten gegenüber, erzählt Oliver Wenner, Chef der mächtigen Fan-Vereinigung Siebter Mann. Er sähe den EHC zwar lieber in der DEL, wäre aber „der EBEL prinzipiell nicht abgeneigt“. Und wie sieht es aus? Würde die EBEL die Münchner aufnehmen?

Die tz fragt nach bei EBEL-Geschäftsführer Christian Feichtinger. Er sagt: „Das liegt nun ausschließlich in der Hand der Münchner.“ Die zehn Klubpräsidenten trafen sich am Samstag und sprachen sich einstimmig für die Teilnahme des EHC aus. „München in der Liga zu haben, das wäre für uns extrem positiv und würde den Wert unseres Produktes heben“, sagt Feichtinger der tz. Und: „Sagen uns die Münchner zu, fackeln wir nicht lange!“

wim, hei

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