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„Emotionen gehen über die Decke hinaus“

So feierte der Neu-Münchner Wellinger sein historisches Olympia-Gold

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Begeisterter Empfang: Andreas Wellinger im Deutschen Haus.

Andreas Wellinger ist Deutschlands erster Einzel-Olympiasieger im Skispringen seit 1994 - und lebt mittlerweile in München. So hat er seinen Triumph gefeiert.

Sein Handy explodierte förmlich vor Glückwünschen und war nicht zu gebrauchen, die Partynacht im Deutschen Haus endete erst gegen fünf Uhr morgens. Dementsprechend kleine Augen hatte Andreas Wellinger, als ihm die tz am Sonntag zu seinem historischen Olympiagold gratulierte und die Vorahnung auf der Aufschlagseite der Wochenendausgabe präsentierte. Bei seinem Anblick freute sich der 22-Jährige – zu Recht, denn Wellinger gewann auf der kleinen Schanze als vierter Deutscher überhaupt und als erster DSV-Athlet seit Jens Weißflog 1994 olympisches Einzelgold. Das brachte nicht nur ihn zum Jubeln - sondern auch Sven Hannawald live im TV bei Eurosport.

Bevor der neuerdings in Schwabing wohnende Ruhpoldinger Wellinger, der BWL an der Fachhochschule Ismaning studiert, über seinen „unglaublich emotionalen“ Sieg jubeln durfte, musste er bange Momente überstehen. Davor hatte er sich mit Schanzenrekord (113,5 Meter) noch vom fünften Platz an die Spitze katapultiert, die Warterei im Auslauf bezeichnete Wellinger als Sch…zeit. „Der Kopf ist leer, die Emotionen gehen über die Decke hinaus. Immer, wenn jemand vor der grünen Linie landete, fiel mir irgendwer um den Hals.“ Bis Samstag dürfte sich der neue König der Lüfte gesammelt haben und versuchen, sein Husarenstück auf der Großschanze (21.30 Uhr Ortszeit/13.30 MEZ) zu wiederholen. „Die Erleichterung ist groß, ich kann locker drauflosspringen“, so Wellinger.

Andi Wellinger mit tz-Reporter Müller und der tz-Schlagzeile vom Wochenende.

Bundestrainer Werner Schuster, der die geschichtsträchtige Leistung prophezeit hatte, lobte und warnte seinen Schützling zugleich. „Er ist auf einem vorläufigen Höhepunkt, aber noch nicht am Ende“, sagte der 48-Jährige und ergänzte, um keine Selbstzufriedenheit aufkommen zu lassen: „Man sollte den jungen Mann nicht zu viel loben, sonst wird er faul.“

Die Goldfeier genoss aber auch Schuster, der entfesselt wie selten wirkte. Zumal sie im Gegensatz zum Team-Gold vor vier Jahren in den heimischen vier Wänden stattfinden konnte. „2014 mussten wir im Österreichischen Haus feiern, weil das Deutsche Haus zugemacht hatte. Dieses Mal war es ein extrem herzlicher Empfang, und es war so wichtig an so einem Tag, wenn man dann nicht irgendwo ins Zimmer und eine Flasche Whisky aufmachen muss. Scheinbar hat ein Lerneffekt eingesetzt“, sagte Schuster, selbst Österreicher.

Die Ippen-Digital-Zentralredaktion berichtet rund um die Uhr in ihrem Live-Ticker über Olympia 2018. Außerdem haben wir für Sie zusammengefasst, wann und wo alle Wettkämpfe live im TV laufen und welche Entscheidungen heute fallen. Den aktuellen Medaillenspiegel finden Sie hier.

Mathias Müller

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