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„Mein Körper kämpft seit längerem“: Deutsche Biathletin sagt Olympia ab und spricht über Diagnose

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Von: Andreas Knobloch

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Olympia ist der große Traum eines jeden Sportlers. Blöd nur, wenn etwas dazwischenkommt und die Teilnahme verhindert. Wie bei Biathletin Maren Hammerschmidt.

München - Den ganzen Sommer über arbeitet man hart, um sich den großen Traum von Olympia 2022 in Peking erfüllen zu können. Die Winterspiele vom 4. bis zum 20. Februar sind das Ziel eines jeden Wintersportlers und einer jeden Wintersportlerin. Wie auch der von Biathletin Maren Hammerschmidt, die jetzt traurige Worte an ihre Fans richtet. Denn ihr großer Traum von Olympia 2022 ist geplatzt. Die 32-Jährige hat dazu eine lange Stellungnahme auf ihrer Instagramseite verfasst, ihre Gefühle geschildert und sogar eine Diagnose verraten.

Olympia 2022 ohne Maren Hammerschmidt: Deutsche Biathletin mit emotionalem Statement

Olympia 2022 Biathlon Maren Hammerschmidt
Maren Hammerschmidt zum Zuschauen verdammt. Olympia 2022 fällt flach. © Screenshot Maren Hammerschmidt Instagram

2018 bei Olympia Pyeongchang holte Hammerschmidt Platz 17 im Einzel. In keiner anderen Disziplin kam sie zum Zug. Das sollte sich 2022 (hier geht es zum Zeitplan) ändern, nun aber der große Rückschlag. „Mein neues Jahr läuft aktuell so rund wie ein Dreieck“, fängt sie ihr Statement mit einem passenden Vergleich an. „Der Sport kann wunderschön sein, aber auch sehr enttäuschend ...“, schreibt sie weiter. Unterlegt sind ihre Sätze mit einem Foto, wie sie nur Zuschauerin beim Wettkampf ist. Wären die Worte nicht so emotional, hätte das Bild mit der Sonne etwas Idyllisches.

„Obwohl ich über Weihnachten und Neujahr gut trainieren konnte und alles auf eine Karte gesetzt habe, um noch eine Chance für Olympia zu bekommen, kam nach dem einen Infekt gleich der nächste. Nach den katastrophalen Wettkämpfen vergangene Woche in Osrblie, war mir klar, dass etwas nicht stimmt.“ Hammerschmidt nahm an der „2. Biathlon-Liga“ teil, um wieder in Weltcup-Form zu kommen. Dort wurde sie in Brezno-Osrblie in ihrem letzten Rennen 70. im Einzel. Was absolut nicht ihren Ansprüchen gerecht wird. Und warum das so war, schildert sie auch: „Dass ich mich seit Tagen mit einem Ausschlag am Oberkörper rumschlagen musste, konnte ich nicht mehr länger ignorieren. Mein Körper kämpft leider seit längerem mit einem Infekt, der auch der Grund für eine Röschenflechte ist. Die Gesundheit muss nun vorgehen!“, ist ihr Resümee der vergangenen Tage.

Olympia 2022: Maren Hammerschmidt hat zumindest die Saison noch nicht aufgegeben

Logisch, dass sie traurig ist. Im Sommer trainierte sie hart für ihren Traum. „Ich hatte mir große Ziele diese Saison gesteckt und alles dafür im Sommer und Herbst gegeben. Aber der Traum von Olympia ist ausgeträumt“, so Hammerschmidt, die aber die Saison noch nicht ganz abschreibt: „Jetzt werde ich mich im ersten Schritt konzentrieren, wieder vollständig gesund zu werden, um dann noch Wettkämpfe in diesem Winter laufen zu können.“ (ank) *tz.de und Merkur.de berichten ausführlich über die Olympischen Spiele in Peking

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