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Olympia: Weikert kritisiert Vergabe an Peking und fordert Achtsamkeit

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Thomas Weikert
Olympia: Weikert kritisiert Vergabe an Peking und fordert Achtsamkeit  © dpa

Thomas Weikert fordert als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, dass bei der Vergabe von zukünftigen Olympischen Spielen die Themen Menschenrechte und Nachhaltigkeit in den Blickpunkt rücken.

Berlin - «Es muss sich etwas tun, da müssen wir alle drauf hinarbeiten», sagte Weikert nach Abschluss der Winterspiele in Peking dem Deutschlandfunk. Die Agenda 2025 weise ja aus, dass zum einen die Menschenrechtssituation aber auch das Thema Nachhaltigkeit eine größere Beachtung findet. «Wenn man in China die tollen Wettkampfstätten gesehen hat, zum Beispiel für die Alpinen, hat man trotzdem ein zwielichtiges Gefühl. Man hat weiße Bänder gesehen, aber kaum Schnee. Die Wettkampfstätten, die in die Berge hineingezimmert wurden, sind sehr gut. Die Frage ist, was man zukünftig damit macht», so der DOSB-Chef. Mit Blick auf den gerade im Umgang mit China kritisierten IOC-Präsident Thomas Bach merkte Weikert zwar an, dass dessen Situation nicht einfach sei, betonte aber: «Man könnte sich ein bisschen mehr erwarten, was die Situation der Menschenrechte anbetrifft.»

Bei der Diskussion um das Mindestalter im Zuge des Falls um die 15 Jahre alte Eiskunstläuferin Kamila Walijewa sieht Weikert Redebedarf. «Ich komme aus dem Tischtennis. Wir hatten eine Elfjährige, die teilgenommen hat in Tokio. Ich habe damals gesagt: Solange das ein Einzelfall ist, kann man das akzeptieren. Wenn das die Regel werden sollte in manchen Sportarten, ist das Eintrittsalter sehr früh. Das ist eine Diskussion wert», sagte der 60-Jährige. Der Fall Walijewa hatte bei den Winterspielen für heftige Debatten über minderjährige Spitzensportlerinnen gesorgt. Wegen des Dopingvergehens der Europameisterin aus dem Dezember, das erst während der Peking-Spiele bekannt wurde, geriet vor allem die Moskauer Eiskunstlaufschule von Trainerin Eteri Tutberidse in den Fokus. Der russische Umgang mit Walijewa sei «seelenlos» gewesen. (dpa)

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