Aufregung zwischen Augsburg und Nürnberg

Was war da denn los? Kießling-Tor in der DEL - Video zeigt irren „Treffer“

Ein DEL-Spiel zwischen den Augsburger Panther und den Nürnberg Ice Tigers.
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Beim Spiel der Augsburger Panther und den Nürnberg Ice Tigers fiel ein Phantomtor.

Sie sind eine Seltenheit in der Welt des Sports, besonders im Zeitalter des Video-Assistenten. Nun sorgt ein ein Phantomtor aber für Verwirrung im deutschen Eishockey.

Augsburg - In der 38. Minute im Spiel zwischen den Augsburger Panthern und den Nürnberg Ice Tigers passiert es. Der Augsburger Adam Payerl schießt den Puck in die Maschen und erhöht auf 3:0 für die Fuggerstädter. Dumm nur, dass das Spielgerät nicht auf normalem Weg in das Nürnberger Tor fliegt, sondern illegal die Torstangen passiert.

DEL-Phantomtor: Erinnerungen an Stefan Kießling werden wach

„Nach genauem Studium der verschiedenen Videoperspektiven“, erklärt die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) am Montag auf Twitter, sei der Puck „offenbar seitlich durch das Tornetz von außen ins Tor gelangt.“ Die Augsburger bejubelten also ein klassisches Phantomtor, wie es zuletzt Leverkusens Stefan Kießling im Oktober 2013 in der Fußball-Bundesliga gelungen war.

„Liga und Schiedsrichter bedauern, dass die Szene im Spiel nicht richtig bewertet wurde“, schließt das Statement. In dem Spielausschnitt, der dem Statement angeheftet wurde, ist deutlich zu sehen, wie der Puck durch das Netz des Tores fliegt.

Kurioser ist die Tatsache, dass die Schiedsrichter André Schrader und Andrew Bruggeman wohl von Spielern und Angehörigen der Ice Tigers auf das Loch im Tornetz hingewiesen wurden. Der Videobeweis kam auch nicht zum Einsatz, laut DEL habe es dafür im Spiel „aus der Wahrnehmung der Schiedsrichter“ keinen Anlass gegeben. „Auf die Spielwertung hat die Nachprüfung keinen Einfluss“, teilt die DEL außerdem mit. Nach dem 0:3 hatte Nürnberg durch Blake Parlett (43.) im Schlussdrittel nur noch ein Tor geschossen.

Phantomtor in der DEL: Nürnberg verzichtet auf Einspruch

Die Franken sind mit dieser Entscheidung erwartungsgemäß nicht einverstanden. Nürnbergs Sportlicher Leiter und Interimstrainer Stefan Ustorf nimmt die DEL und ihre Schiedsrichter gegenüber der dpa in die Pflicht: „Wir bedauern ebenfalls, dass unsere Hinweise auf das Loch im Tornetz vor dem Spiel und unmittelbar nach der Szene offenbar nicht genug waren, um die Schiedsrichter dazu zu bewegen, das Tor im Videobeweis zu überprüfen.“

Auf einen Einspruch gegen die Spielwertung wollen die Nürnberger nach aktuellstem Stand verzichten. (dpa)

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