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Fans beflügeln – so wie 2006 bei uns

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Eishockey-Fan Philipp Lahm. © dpa

München - Bayern-Star und Nationalspieler Philipp Lahm spricht in der tz-Expertenrunde über die am Freitag beginnende Eishockey-WM in Deutschland.

Ich kann zwar beim WM-Eröffnungsspiel der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft auf Schalke nicht live dabei sein, weil wir ja am Samstag bei der Hertha antreten. Aber mein Vater wird in Gelsenkirchen vor Ort sein. Er ist ein großer Eishockeyfan und ist bei Länderspielen der deutschen Mannschaft oft zu Gast.

Ich muss zugeben: Auch bei mir kribbelt es schon ein bisschen. 76 152 Zuschauer werden gegen die USA im Stadion sein – ein Zuschauer-Weltrekord. Sie werden für eine einzigartige Atmosphäre sorgen. Die Fans können das Team von Uwe Krupp genauso beflügeln, wie sie uns bei der WM 2006 angetrieben haben. Die Heim-WM ist auch eine großartige Chance für den Sport, den Zuschauern den großen Reiz des Eishockeys näherzubringen. Rasanz, Dynamik, Athletik und Spannung – das ist es, was Eishockey auszeichnet. Deshalb bin ich auch vor zwei Jahren offizieller Botschafter für die Eishockey-WM geworden. Denn die Sportart hat mich schon immer fasziniert. Als kleines Kind habe ich selbst Eishockey gespielt, wenn der Nymphenburger Kanal bei uns um die Ecke zugefroren war.

Und was dürfen wir von der deutschen Nationalmannschaft erhoffen? Natürlich sind die Amerikaner und Finnen in der Vorrunde Favoriten, aber ein Sieg gegen Dänemark sollte möglich sein. Dann wäre die Zwischenrunde erreicht und man könnte sich neue Ziele stecken.

Und wer weiß: 2001 entfachten unsere Cracks bei der Heim-WM auch eine große Euphorie, stürmten bis ins Viertelfinale. Entscheidend wird sein, dass unsere Spieler die Fans nicht als Belastung ansehen, sondern sich nach vorne pushen lassen. Ich jedenfalls schaue mir so viele Spiele wie möglich am Fernsehen an und drücke fest die Daumen.

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