Positive Überraschung durch Andreas Wank

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Andreas Wank.

Sapporo - Andreas Wank ballte immer wieder die Faust und genoss den bislang größten Erfolg seiner Karriere in vollen Zügen. In Abwesenheit eines Großteils der Weltelite ist der 21 Jahre alte Oberhofer als Zweiter beim Skisprung-Weltcup in Sapporo zum ersten Mal auf das Podest gesprungen.

Mit Sprüngen von 126 und 136,5 Metern musste Wank lediglich dem Österreicher Thomas Morgenstern um 4,0 Punkte den Vortritt lassen. Der Olympiasieger setzte sich mit Weiten von 131,5 und 131 Metern durch. Dritter wurde der Japaner Daiki Ito. “Was soll ich sagen. Für mich ist ein Traum wahr geworden. Ich habe heute meine besten Sprünge gezeigt und auch Glück mit dem Wind gehabt“, erklärte Wank überglücklich.

Im Rennen um das letzte noch freie Olympia-Ticket hat Wank nach seinem Top-Ergebnis allerdings die Nase klar vorn. “Er wird jetzt nur noch schwer zu verdrängen sein“, meinte Schuster. Nach dem ersten Durchgang hatte Wank noch auf Rang sieben gelegen. Im Finale bewies der Junioren-Weltmeister von 2008 endlich einmal Nervenstärke und segelte mit dem weitesten Satz im zweiten Durchgang noch auf das Podium. “Jetzt will ich natürlich versuchen, das so schnell wie möglich zu wiederholen“, erklärte der Thüringer.

Für den Berchtesgadener Michael Neumayer reichte es dagegen einen Tag nach seinem 31. Geburtstag nur zum 18. Rang. Severin Freund (31.), Stephan Hocke (33.) und Maximilian Mechler (36.) lieferten eine enttäuschende Vorstellung ab und verpassten das Finale.

Morgenstern war nach seinem dritten Sieg in Sapporo dagegen hochzufrieden. “Das ist großartig. Ich mag diese Schanze und die Menschen hier. Daher würde ich nie zu Hause bleiben“, sagte der Österreicher. Grund zur Freude hatte auch Simon Ammann. Der Schweizer übernahm dank eines fünften Platzes wieder die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung von Gregor Schlierenzauer (Österreich), der eine Wettkampfpause einlegte. Von den deutschen Top-Springern hatten Martin Schmitt, Pascal Bodmer und Michael Uhrmann auf die Reise nach Japan verzichtet.

dpa

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