Corona-Chaos: Ski-Star schlägt Alarm!

Brignone wettert vor Weltcup: „Das ist nicht fair“

Die italienische Skirennfahrerin Federica Brignone hat ihr Gesicht gegen die Kälte geschützt.
+
Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone fordert gleiche Corona-Regeln für alle

Schweden Ski-Damen befinden sich wegen eines positiven Tests in Quarantäne. Federica Brignone findet das gar nicht lustig und schießt gegen das Gesundheitsamt.

  • Schwedischer Trainer positiv auf Corona getestet
  • Komplettes Damen-Team in Quarantäne
  • Ski-Star Brignone fordert vor Weltcup in Levi neue Regeln

Ein positiver Test mit großen Folgen! Weil der schwedische Damenchef-Trainer Christian Thoma bei der Anreise zum Weltcup-Slalom nach Levi positiv auf Corona getestet wurde, ordnete das Gesundheitsamt Quarantäne für die gesamte Mannschaft an! Anna Swenn-Larsson & Co. dürfen in Finnland weder am Samstag noch am Sonntag (Beginn jeweils 10.15 Uhr) an den Start gehen.

Deutsche Ski-Asse unterstützen Brignone

Federica Brignone, Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison, brachte diese Entscheidung zur Weißglut. „Das ist nicht fair!“, wettert die Italienerin auf Instagram. „Alle haben drei negative Tests abgeliefert.“ Daher empfindet sie die Maßnahme als übertrieben. Die 30-Jährige erklärte: „Und was, wenn es in jedem Team einen positiven Fall gibt? Wird dann keiner mehr fahren? Das wird uns noch die ganze Saison begleiten – und jeder weiß das.“ Mehrere deutsche Athleten wie Linus Straßer, Kira Weidle und Stefan Luitz teilten den Beitrag.

Was Brignone zudem ärgert, ist die scheinbare Bevorzugung des Fußballs. „Aus welchem Grund kann man im Fußball, wo es sogar Kontakt zwischen den Sportlern gibt, bei mehreren positiven Fällen in einem Team weitermachen?“ Der französische Top-Fahrer Alexis Pinturault (29) sprangt ihr zur Seite: „Die Veranstalter müssen ihre Ablaufpläne überarbeiten“, forderte Pinturault in einem Interview mit Ski Chrono.

Dürr: „Ich habe ein mulmiges Gefühl“

Während Schweden und Norwegen wegen der Nähe für sich anreisen durften, erreichten die deutschen Damen, ebenso wie Superstar Mikaela Shiffrin, die nach 300 Tagen ihr Weltcup-Comeback gibt, Lappland in einer Blase. Lena Dürr hat aufgrund der Vorfälle ein „mulmiges Gefühl“, das Schreckensszenario einer Quarantäne sei „immer im Hinterkopf“.

Mikaela Shiffrin feiert nach 300 Tagen ihr Comeback

Dabei haben die DSV-Damen nach dem blamablen Auftakt beim Riesenslalom von Sölden einiges gut zu machen. Die Tage einer schlagkräftigen deutschen Slalom-Mannschaft um Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch sind längst vorbei, auch weil vor diesem Winter Viktoria Rebensburg und Christina Ackermann ihre Karrieren beendeten.

„Es hat die Vicky aufgehört, die Tina“, sagt Cheftrainer Jürgen Graller, und das Bedauern darüber ist ihm anzuhören, aber es hilft ja nichts: „Es muss der Umbruch stattfinden!“ Die erfahrene Dürr soll dabei die Rolle als nunmehr alleinige Teamleaderin übernehmen. Neben der 29-Jährigen aus Germering schickt der DSV Kreuzband-Rückkehrerin Marlene Schmotz, Jessica Hilzinger, Marina Wallner, Andrea Filser, Martina Ostler und Debütantin Luisa Mangold ins Rennen.

Auch interessant

Kommentare