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Rauchende Russen mit Medien-Boykott

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Nach dem 6:1 gegen Dänemark am Sonntag straften die “Sbornaja“-Stars um Alexander Ovechkin prompt die wartende Medienschar ab und marschierten schnurstracks und mit eisigem Blick in die Kabine.
Nach dem 6:1 gegen Dänemark am Sonntag straften die “Sbornaja“-Stars um Alexander Ovechkin prompt die wartende Medienschar ab und marschierten schnurstracks und mit eisigem Blick in die Kabine. © Getty

Köln - Russlands Super-Cracks boykottieren bei der Eishockey-WM die Medien, nachdem ein verwackeltes Internet-Video von Nationalspielern in der Heimat für Wirbel gesorgt hat.

Die wackligen Aufnahmen einiger russischer Journalisten zeigen mehrere Spieler des Rekord-Champions bei einem Restaurant- Besuch in Köln mit brennenden Zigaretten. Nach dem 6:1 gegen Dänemark am Sonntag straften die “Sbornaja“-Stars um Alexander Ovechkin prompt die wartende Medienschar ab und marschierten schnurstracks und mit eisigem Blick in die Kabine.

Rauchende Eishockey-Kanadierinnen

Erst nach 20-minütigen Verhandlungen der Journalisten mit dem russischen Delegationschef Wladislaw Tretjak wurde Verteidiger Dmitri Kulikow vor die Mikrofon beordert, verschwand aber nach einigen mürrischen Sätzen schnell wieder. Für das letzte Zwischenrunden-Spiel gegen Finnland am Dienstag kündigte Tretjak am Tag nach dem Eklat ein Ende des Boykotts an. Kapitän Ilja Kowaltschuk habe ihm versprochen, dass alle Spieler mit den Medienvertretern reden würden.

Die Profis des Titelverteidigers seien jedoch “sehr verletzt“ über die Berichterstattung in der Heimat, betonte Tretjak. Trainer Wjatscheslaw Bykow meinte zum Schweigen seiner Schützlinge: “Es ist ihre Entscheidung.“ Der Coach forderte die Journalisten auf, sich auf die Darbietungen des 25-maligen Champions auf dem Eis zu konzentrieren. “Euer Job ist es, über die Spiele zu berichten“, mahnte Bykow. Bundestrainer Uwe Krupp reagierte am Montag verwundert auf Nachfragen zu der Posse. “Es kann sein, dass russische Spieler rauchen. Bei uns raucht keiner“, sagte der Coach. Die auf Zigaretten- Packungen aufgedruckten Warnungen vor Gesundheitsschäden seien Grund genug, nicht zum Glimmstängel zu greifen.

dpa

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