DSV schwach in Zagreb 

Rebensburg im tz-Interview: "Bin nicht überrascht"

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Viktoria Rebensburg

München - Bisher hat nur Viktoria Rebensburg die Norm für die Ski-WM in Vail geschafft. Wie sie die Situation einschätzt, erzählt sie der tz.

Auch Zagreb war am Sonntag keine Reise wert für die deutschen Damen. Barbara Wirth war beim Sieg von Mikaela Shiffrin als 21. beste Deutsche, fünf DSV-Damen erreichten die Ziellinie erst gar nicht. Bisher hat nur Viktoria Rebensburg die Norm für die WM in Vail (2. bis 15. Februar) geschafft. Wie sie die Situation einschätzt, erzählt sie der tz.

Frau Rebensburg, überrascht Sie die aktuelle Situation?

Rebensburg: Wenn man den Tatsachen ins Auge schaut und die Leistungen der vergangenen Jahre ohne die Ergebnisse von Maria (Höfl-Riesch, Anm. d. Red.) und mir betrachtet, war klar, dass es schwer werden würde. Man darf keine Wunderdinge erwarten, wichtig ist, dass wir alle weiter an uns arbeiten, dann kommt der Erfolg zurück. Ich hoffe, dass noch eine Teamkollegin die Norm packt.

Eine wird definitiv dabei sein, denn für den Teamwettbewerb braucht der DSV zwei Starterinnen. Auch Sie müssen im ungeliebten Slalom ran.

Rebensburg (lacht): Es ist ein Parallelslalom, kein klassischer Slalom, das geht schon.

Zuletzt wurde gemunkelt, die Stimmung in der Mannschaft sei aufgrund der schlechten Ergebnisse nicht gut.

Rebensburg: Kann ich nicht bestätigen. Die Stimmung passt und hat sich nicht groß verändert zu den letzten Jahren. Klar, Enttäuschung ist immer da, wenn die Ergebnisse nicht stimmen, aber wichtig ist die positive Grundstimmung und die haben wir nach wie vor.

Bei Ihnen läuft es in den Speeddisziplinen überraschend gut, im Riesenslalom hingegen nicht. Dabei wollten Sie darauf wieder mehr den Fokus legen.

Rebensburg: Im Speed habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt, trotz weniger Trainingsfahrten. Der Riesenslalom ist nach wie vor das Ziel, nur passt mein Set-up noch nicht. Wenn man die Skifirma wechselt, erhofft man sich auf Anhieb in drei Disziplinen Topergebnisse, in der Realität ist das aber oft schwierig. Die Materialtests waren im März und April, da sind die Schneeverhältnisse anders. Außerdem war die Anzahl an qualitativ guten Riesenslalom-Trainingstagen bisher verschwinden gering, das macht sich in der Feinabstimmung bemerkbar. Bis zur WM will ich diese Herausforderung lösen, um in den Kampf ums Podium eingreifen zu können.

Interview: Mathias Müller

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