Ab aufs Treppchen

Rebensburg will im Weltcup mit dem WM-Ski endlich Top-Resultate

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Zurück in die absolute Spitze will Viktoria Rebensburg.

Durch Rang zwei im WM-Riesenslalom sieht sich Viktoria Rebensburg in ihrer Lieblingsdisziplin wieder bei alter Stärke. Den Beweis dafür will sie am Samstag in Maribor erbringen.

Das WM-Gefühl will Viktoria Rebensburg nun auch im Weltcup. Riesenslalom-Silber bei den Titelkämpfen in den USA war für die 25 Jahre alte Skirennfahrerin in ihrer lange Jahre stärksten Disziplin das erste Top-3-Resultat der Saison. In Abfahrt und Super-G lief es vor den Weltmeisterschaften gut. Aber der Riesentorlauf bereitete seit dem Materialwechsel im Sommer Sorgen. Das ist jetzt vorbei. „Nach dem Erfolg in Beaver Creek fahre ich zuversichtlich und mit großer Freude nach Maribor - und mit dem Wissen, wieder ganz vorne mitfahren zu können. Das motiviert mich zusätzlich“, sagte die Olympiasiegerin von 2010 vor dem Wettkampf in Slowenien.

In den Rocky Mountains setzte Rebensburg vergangene Woche alles auf eine Karte, fuhr einen neuen Ski - und raste nach Anpassungsproblemen zu Beginn im Finale noch von Rang elf auf zwei. „Ich glaube im Riesenslalom bin ich jetzt wieder da und da wo ich hinwill. Das ist ein superschönes Gefühl“, jubelte sie nach dem gelungenen Experiment. Bis dahin war in vier Rennen Rang sechs vom Saisonauftakt in Sölden ihre beste Platzierung gewesen.

Falsche Ski für den eigenen Stil

Grund waren unter anderem Schwierigkeiten mit dem neuen Material. „Vicky fuhr zu Beginn die gleichen Ski wie (Tina) Maze, aber das hat nicht funktioniert, weil sie einen anderen Fahrstil hat, sie hat auch weniger Kraft, Maze steht zudem viel zentraler auf dem Ski“, erklärte Stöckli-Rennsportchef Daniel Züger dem Schweizer „Tagesanzeiger“. „Vicky muss den Ski vorne mehr spüren und zwar anfangs der Kurve“, sagte er. Im Vergleich zu Maze sei es bei Rebensburg „jetzt genau umgekehrt: Sie hat vorne stärker taillierte Ski, damit sie anfangs der Kurve mehr Zug bekommt.“

In Maribor (10.00/13.15 Uhr), Heimatstadt von Doppel-Weltmeisterin Maze, rechnet der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier nun mit einem Spitzenresultat der zurzeit besten deutschen Skirennfahrerin, die eine Erkältung nach der WM inzwischen auskuriert hat. „Ich erwarte schon eine sehr gute Leistung, eine Top-Fünf-Platzierung. Nach der Vorstellung und nach dem, was sie da geleistet hat, müsste das drin sein, dass sie im Weltcup unter den besten fünf landet“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf Rebensburgs Fahrt in den USA.

Keine WM-Euphorie, dafür gute Grundstimmung

Von einer WM-Euphorie nach insgesamt drei Medaillen für den Deutschen Skiverband wollte der Alpinchef nicht sprechen, lieber von einer „guten Grundstimmung“. Die soll nun in den verbleibenden vier Wochen bis zum Weltcup-Finale Ende März in Méribel genutzt werden. „Bei vielen geht es darum, dass sie noch Weltcup-Punkte fahren. Dass sich die ein oder anderen versuchen, im Weltcup für die besten 25 zu qualifizieren, dass sie das Finale fahren dürfen“, sagte Maier.

Josef Ferstl liegt vor dem Speedwochenende in Saalbach-Hinterglemm auf Rang 27 der Abfahrts-Wertung, Klaus Brander darf sich noch Hoffnungen auf eine Qualifikation via Super-G machen. Auf Rang 25 fehlen ihm allerdings 17 Punkte.

In Maribor sollen am Sonntag die Slalom-Fahrerinnen den guten Eindruck aus Colorado bestätigen. „Die Slalom-Gruppe der Damen bekommt noch mal eine Chance zu zeigen, dass das WM-Ergebnis kein Zufall war, sondern dass man sich wirklich auf Besseres einstellen oder vorbereiten kann“, betonte Maier. In den USA überzeugten Maren Wiesler (12.) und Lena Dürr (13.), im Weltcup ist Rang 18 von Christina Geiger aus dem November noch immer die beste Platzierung.

dpa

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