Rohe Weihnachten!

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Diese Szene hat sich eingebrannt… Teamarzt Dr. Robert Kilger und Physiotherapeutin Julia Kalniczky kümmern sich beim Heimspiel gegen Heilbronn um den bewusstlosen Mario Jann. Die gute Nachricht: Der EHC-Stürmer konnte die Olympia-Eishalle wenig später auf seinen eigenen Beinen verlassen. Jetzt steht die nächste Begegnung mit den Falken an…

München - Da liegt er auf dem Eis. Regungslos. Bewusstlos. Zu Boden gestreckt mit einem knallharten Bandencheck… Noch nicht mal zwei Wochen ist es her, dass EHC-Stürmer Mario Jann im Heimspiel gegen Heilbronn k.o. ging.

 Falken-Verteidiger Thomas Gödtel hatte den Münchner mit einem grenzwertigen Foul erwischt. Den Heilbronner Trainer Rico Rossi animierte das zu folgender Aussage: „In den Play-offs werden wir ein unangenehmer Gegner für die anderen Mannschaften. Dankeschön und frohe Weihnachten.“

Weihnachten, da wären wir jetzt… Und: Passenderweise spielt der EHC wieder gegen Heilbronn – am zweiten Feiertag, auswärts. Der Münchner Manager Christian Winkler stellt klar: „Weihnachtsfrieden? Bei uns gibt’s keinen Weihnachtsfrieden. Und schon gar nicht, wenn wir in Heilbronn spielen… Ich will nicht von schmutzigem Spiel sprechen – aber sie treten schon sehr körperbetont auf. Da muss man gewappnet sein.“ Das ist eine Lehre aus dem letzten Heilbronn-Spiel. EHC-Trainer Pat Cortina hatte direkt nach der Partie bemängelt: „Vielleicht waren wir auf die Härte nicht richtig eingestellt…“ Das wird diesmal anders sein. EHC-Sprecher Carsten Zehm sagt über das bevorstehende Spiel: „Es wird sicher kein Revanche-Foul geben. Aber wenn sich aus dem Spielverlauf heraus die Möglichkeit für einen ordentlichen fairen Check ergibt, dann werden wir den mit Sicherheit auch fahren.“

Vorher gibt’s allerdings noch ein bisschen Harmonie. Am Heiligen Abend haben die Spieler frei, verbringen die Zeit mit ihren Familien beziehungsweise Freundinnen. Am ersten Feiertag ist dann wieder Training angesagt – allerdings eher locker. Und am 26. steigt dann das Spiel in Heilbronn… Manager Christian Winkler findet das gar nicht so einfach. Er sagt: „Man muss mit seiner Konzentration über die Feiertage sehr haushalten. Wenn man aufs Eis geht, muss man mit dem Kopf bei 100 Prozent sein.“ Das Problem bei der Sache: das Aus-dem-Stand-Umschalten von Weihnachtsruhe auf Eishockey-Attacke.

Dazu kommt noch: Viele Spieler verbringen den Heiligen Abend nicht in München, sondern irgendwo sonst in Deutschland – in der jeweiligen Heimat. Aber vielleicht trägt die Auto-Rückreise nach München ja zur Aggressivität bei…

hei

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