Birnbacher verpasst Norm

Sachenbacher-Stehle Siebte in Oberhof

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Evi Sachenbacher-Stehle, hier auf einem Foto vom Freitag.

Oberhof - Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) hat den deutschen Biathletinnen beim Heim-Weltcup in Oberhof auch in der Verfolgung das beste Ergebnis beschert, eine Top-Platzierung aber verpasst.

Kein Sieg, kein Podestplatz, noch nicht einmal eine weitere Olympia-Norm: Die deutschen Biathleten hinken beim Heim-Weltcup in Oberhof den eigenen Ansprüchen weiter hinterher und suchen knapp fünf Wochen vor Beginn der Winterspiele in Sotschi noch nach ihrer Bestform. Besonders ärgerlich war nach Miriam Gössners emotional verkündetem Olympia-Verzicht, dass Andreas Birnbacher als 16. im Verfolgungsrennen nur hauchdünn die geforderte Olympia-Norm verpasste.

„Es fehlt immer nur ein bisschen, entweder beim Schießen oder beim Laufen“, stellte der 32-Jährige aus Schleching fest. Einmal muss er noch unter die Top 15 laufen - andernfalls droht wie bei Gössner der Olympia-Traum zu platzen. „Natürlich will ich die Norm erfüllen, dann wäre alles wieder ein bisschen lockerer. Aber wenn ich es nicht unter die ersten 15 schaffe, habe ich in Sotschi nichts zu suchen“, sagte Birnbacher.

Immerhin: Bereits am Sonntag bietet sich Birnbacher die Möglichkeit, das Ticket nach Sotschi zu lösen und damit allen Diskussionen ein Ende zu bereiten. Als 29. im Gesamtweltcup qualifizierte er sich gerade so für den Massenstart der 30 Besten. „Ich brauche mal wieder ein Rennen, bei dem es richtig nach vorne geht. Aber ich habe das Gefühl, dass es Schritt für Schritt besser wird“, sagte Birnbacher.

Beim erneuten Sieg des überragenden Norwegers Emil Hegle Svendsen, der sich im Gegensatz zu den deutschen Skijägern derzeit in ganz starker Verfassung präsentiert, lieferte Christoph Stephan (Oberhof) als Elfter das beste Resultat für die Männer. „Das ist ja auch ein bisschen Jammern auf hohem Niveau. Wenn man sich unsere Laufzeiten anschaut, dann sind wir nicht so weit weg. Wir sind auch näher dran als im vergangenen Jahr“, sagte Stephan.

 

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Nur unwesentlich besser lief es bei den Frauen, wo sich ausgerechnet eine ehemalige Langläuferin im Biathlon-Mekka mehr und mehr zur deutschen Hauptattraktion mausert. Evi Sachenbacher-Stehle, zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin aus Reit im Winkl, lief beim Sieg der Weißrussin Darja Domratschewa wie im Sprint auf den siebten Platz und unterstrich damit ihre aufsteigende Form.

„Mit dem Schießen bin ich nicht ganz zufrieden“, sagte Sachenbacher-Stehle nach fünf Fehlern der ARD, „aber beim Laufen habe ich mich sehr gut gefühlt. Es hat richtig Spaß gemacht.“

Ein gutes Rennen zeigte auch Routinier Andrea Henkel (Großbreitenbach). Bei ihrem letzten Heim-Weltcup verbesserte sich die 36-Jährige, die nach der Saison ihre Karriere beendet, trotz Sturz und blutiger Nase noch vom 37. auf den 16. Platz.

Abseits der Loipe hatte vor den Rennen am Vormittag Gössner für Ernüchterung gesorgt. Völlig aufgelöst verkündete die 23-Jährige aus Garmisch unter Tränen ihren Verzicht auf die Olympischen Spiele in Sotschi (7. bis 23. Februar).

„Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht nach Sotschi reisen werde, und versuche stattdessen, gesund zu werden“, sagte Gössner: „Ich habe über Weihnachten noch einmal alles versucht und alles gegeben. Es hat allerdings nicht gereicht. Und wenn man ehrlich ist, will man bei Olympia um Medaillen kämpfen. Dazu bin ich derzeit nicht in der Lage.“ Ihre Teamkollegen irgendwie auch nicht.

sid

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