Sensationssieg für deutschen Skispringer Freund

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Severin Freund in Sapporo

Sapporo - Severin Freund feiert in Sapporo den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Für die deutschen Skispringer geht damit eine fast vierjährige Durststrecke zu Ende.

Mit dem ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere hat Severin Freund den Sprung in die Weltspitze vollzogen und den deutschen Skispringern sechs Wochen vor der Weltmeisterschaft das heiß ersehnte Erfolgserlebnis beschert. Der 22-Jährige aus Rastbüchl setzte sich am Samstag mit Sprüngen von 124 und 129 Metern sensationell vor Vierschanzentourneesieger Thomas Morgenstern aus Österreich und dem Polen Adam Malysz durch. “Ich kann das kaum in Worte fassen. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl“, sagte Freund nach dem bisher größten Triumph seiner Laufbahn.

Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos

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2010, was war das wieder für ein Sportjahr! Olympia, Fußball-WM, Formel 1: Wir zeigen Ihnen unvergessliche Fotos, die immer noch im Gedächtnis haften.  © ap
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Die Olympischen Spiele begannen mit einem schweren Schock. Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili verunglückte im Eiskanal. © dpa
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Es war der vielleicht schlimmste Moment des Sportjahres. Schlimmere Anblicke möchten wir Ihnen an dieser Stelle ersparen. © ap
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Beim Staffelwettbewerb der Eisschnelläuferinnen stürzte Anni Friesinger Meter vor dem Ziel. Gedankenschnell zog sie jedoch ihr Bein nach vorne und löste so die Zeitnahme aus. © dpa
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Beim Langlauf schenkten sich Nikita Kriukow (Gold-Medaille, links) und Alexander Panzhinskiy (Silber, r.) nichts. Gut, dass wir den Fotobeweis haben. © Getty
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Schock vor der WM: Michael Ballack verletzte sich nach einem Foul von Kevin-Prince Boateng schwer. © dpa
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...dann den DFB-Pokal. © dpa
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Es war auch die Geburtsstunde des "Feierbiests" Louis van Gaal. © dpa
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Noch ein Feierbiest - José Mourinho. Der Portugiese holte im Champions-League-Finale gegen die Bayern das Triple. © Getty
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...während sich die Bayern-Spieler nur an den Kopf fassen konnten. © dpa
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John Isner gewann im Juli gegen Nicolas Mahut das längste Tennis-Match der Welt nach mehr als elf Stunden Spielzeit. © ap
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Danach ließen sich die Marathon-Spieler vor der Anzeigetafel fotografieren. © dpa
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Lance Armstrong stürzte bei seiner Rückkehr auf die Weltbühne des Radsports. © AP
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Wladimir Klitschko schickte Eddie Chambers in die Seile. © ap
Sein Bruder Witali stopfte Shannon Briggs das lose Mundwerk. © dpa
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Bayern-Star Philipp Lahm heiratete seine Claudia. © dpa
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Die hochnotpeinliche Posse um das französische Nationalteam mit Skandal-Trainer Raymond Domenech sorgte für großes Interesse der Medien. © ap
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Die Fußball-WM lebte wie immer auch von ihren Emotionen: Jubel... © Getty
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...noch mehr Jubel... © ap
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...aber auch bittere Enttäuschung zeichnete sich in den Gesichtern der Spieler ab. © Getty
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Thomas Müller drehte zum Jubel ab. Er holte sich den Goldenen Schuh des Turniers. © Getty
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Wenn es um große Gefühle geht, ist Diego Maradona nicht weit. © ap
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Der exzentrische damalige Nationaltrainer Argentiniens war das Gesicht der WM. © dpa
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An der Seitenlinie führte er einen regelrechten Veitstanz auf. © Getty
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Erst im Viertelfinale gegen Deutschland verging ihm das Lachen und die Tanzeslust. © Getty
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Englands Keeper Robert Green leistete sich den vielleicht gößten Patzer der WM. © ap
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England und seine Torhüter ... © ap
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... ein Dauerthema mit Spaß-Garantie! © ap
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Bei der so genannten "Battle of Bloemfontein" zwischen England und Deutschland im Achtelfinale ... © ap
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... bekam aber auch Deutschlands Keeper Manuel Neuer einen eingeschenkt. Aber nur einen. © dpa
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Deutschland besiegte England mit 4:1 und Argentinien eine Runde später gar mit 4:0. © dpa
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Gegen den späteren Weltmeister Spanien war dann zwar im Halbfinale Schluss, aber Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski konnten sich mit einiger Verzögerung auch über Bronze freuen. © dpa
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Die Bilder des Finales: Wie immer waren Freud und Leid nur wenige Meter voneinander entfernt. © dpa
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Sitchwort Leid: Nigel de Jong täuschte sich in der Sportart und betrieb Mixed Martial Arts. © Getty
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Iker Casillas und Carles Puyol kamen sich in die Quere. © Getty
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Andres Iniesta traf Oranje mit seinem Treffer in der Verlängerung mitten ins Herz. © dpa
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Auf seinem Unterhemd hatte Iniesta einen verstorbenen Freund verewigt. © ap
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Die Anspannung auf Seiten Spaniens ... © Getty
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... wich dem kollektiven Jubel. © Getty
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Beim Jubeln war auch Paraguay-Fan Larissa Riquelme stets ganz weit vorne dabei. © ap
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Vornehmlich mit ihrem Handy zwischen den Brüsten! © Getty
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Beim Länderspiel in Berlin gegen die Türkei stattete Kanzlerin Angela Merkel ihrem Integrationsbeauftragten Mesut Özil in der Kabine einen Besuch ab. Er war etwas underdressed. © Getty
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Auch in der Formel 1 gab es einiges zu feiern, vor allem bei Red Bull. Mark Webber nahm nach einem GP-Sieg mit seinem Pokal ein Bad im Pool.  © ap
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Doch der große Gewinner der Saison war natürlich Weltmeister Sebastian Vettel. Seine Heimat Heppenheim wurde vorübergehend umbenannt. © dpa
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Altmeister Michael Schumacher gratulierte seinem Nachfolger. © dpa
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Das Geräusch des Jahres im Bild: das Dröhnen der Vuvuzelas. Wir belassen es beim Foto und verzichten auf die Audio-Datei. © ap
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Tiger Woods fiel weniger durch seine golferischen Talente als vielmehr durch sein außereheliches Sexspektakel auf. © ap
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Kommen wir zu einer Reihe von Fotos, die Sie vielleicht noch nicht gesehen haben, aber trotzdem nicht verpassen dürfen! © Getty
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Fast vier Jahre mussten die DSV-Adler auf einen Erfolg im Weltcup warten. Zuletzt hatte Freunds Vereinskollege Michael Uhrmann am 28. Januar 2007 in Oberstdorf auf dem höchsten Treppchen gestanden. Der 32-Jährige komplettierte in Sapporo mit Platz fünf das glänzende Ergebnis für die deutsche Mannschaft. “Für Michael ist das ein toller Erfolg. Und für Severin habe ich mich sehr gefreut. Dieser Sieg hilft sowohl ihm persönlich als auch dem gesamten Team als Qualitätsmarke für die Zukunft“, sagte Bundestrainer Werner Schuster der Nachrichtenagentur dpa.

Zur Halbzeit des von ständig wechselnden Windbedingungen beeinträchtigten Wettkampfes auf der WM-Schanze von 2007 hatte Freund noch auf Rang fünf gelegen. Im Finale behielt Deutschlands derzeitiger Top-Springer dann die Nerven, die er bei der Vierschanzentournee in den entscheidenden Situationen nicht im Griff gehabt hatte. “Natürlich versucht man immer anzugreifen. Aber mit dem Sieg habe ich überhaupt nicht gerechnet“, meinte Freund.

Mit 249,6 Punkten verwies er Weltcup-Spitzenreiter Thomas Morgenstern um 1,2 Zähler auf Rang zwei. Dessen viertplatzierter Landsmann Andreas Kofler lag schon 19,6 Punkte zurück. “Ich habe immer gesagt, dass er das Potenzial hat, aber mental mitwachsen muss. Dieser Sieg wird ihm Kraft geben“, sagte Schuster. Der Chefcoach hatte die Reise nach Japan nicht mitangetreten und den Wettbewerb am heimischen Fernseher verfolgt.

Freund war mit Platz sechs beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf ins Rampenlicht gerückt, hatte die hohen Erwartungen danach aber nicht ganz erfüllen können. Dies holte der ruhige und zurückhaltende Bayer, der in seiner Freizeit gerne mal einen Tag auf dem Sofa verbringt und neben dem Sport Internationales Management an der FH Ansbach studiert, nun in Sapporo nach. “Er ist kein Überflieger, musste sich vieles erarbeiten. Im Moment ist er der Stärkste. Zuletzt hat er immer ein paar Meter liegenlassen, dieses Mal nicht. Mit dieser Qualität kann er definitiv auch bei den nächsten Wettkämpfen vorne mitspringen“, sagte Schuster.

Routinier Uhrmann vergab mit 111 Metern im Finale einen möglichen Podestplatz, den er als Dritter nach dem ersten Versuch von 131 Metern im Visier hatte. Das beste Saisonergebnis sorgte bei dem Familienvater aus Rastbüchl dennoch für gute Laune: “Ich bin sehr zufrieden und froh darüber.“ Für Pascal Bodmer, Stephan Hocke und Felix Schoft blieben die Plätze 20, 21 und 22.

dpa

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