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Tragisches Unglück: Ski-Ikone trauert um ihren Bruder - „Bricht einem das Herz“

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Von: Antonio José Riether

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Jacopo Compagnoni
 gemeinsam mit seiner Schwester Deborah.
Jacopo Compagnoni gemeinsam mit seiner Schwester Deborah. © Screenshot Instagram (@jacopo_compagnoni)

Ein Lawinenunglück nahm der italienischen Ski-Legende Deborah Compagnoni ihren jüngeren Bruder. Die dreifache Olympiasiegerin fasste ihren Schock kurz darauf in Worte.

Veltlin - Diese Nachricht schockiert den Wintersport. Die italienische Ski-Ikone Deborah Compagnoni trauert um ihren jüngeren Bruder Jacopo, der am Donnerstag im Alter von 40 Jahren bei einem Lawinenunglück tödlich verunglücke. Gemeinsam mit einem Freund war er im norditalienischen Valtellina-Tal auf etwa 2850 Metern über dem Meeresspiegel unterwegs, als das Unglück seinen Lauf nahm.

Deborah Compagnoni: Bruder der italienischen Ski-Legende verstirbt bei Lawinenunglück

Der Bergführer war an der der Nordrinne des Monte Sobretta abgestiegen, als sich eine etwa 100 Meter breite Lawine ablöste und den 40-Jährigen mit sich riss. Das berichten italienische Medien einstimmig. Sein Begleiter blieb unverletzt und leistete noch Erste Hilfe und alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Mit einem Hubschrauber wurde Compagnoni von der Unfallstelle geborgen und ins Krankenhaus von Sondalo transportiert, wo er verstarb.

Bestürzt reagierte die Schwester des Verstorbenen auf den tödlichen Unfall ihres Geschwisterteils. „Der Verlust eines Bruders bricht einem das Herz, erst recht, wenn es sich um einen besonderen Bruder handelt, wie es Jacopo für mich war“, wurde Deborah Compagnoni vom Sport-Informations-Dienst zitiert.

Die dreifache Olympiasiegerin bezeichnete ihren Bruder, der in Santa Caterina Valfurva als Betreiber eines Hotels arbeitete, als „wunderbarer Vater und Ehemann“. Er hatte „immer ein Lächeln, wenn er von seinen Sommer- oder Winterausflügen nach Hause kam und seine geliebten Töchter umarmte. Ich bin sicher, dass seine Seele in den Bergen auf mich warten wird, wann immer ich ihn vermisse", so die 51-Jährige.

Deborah Compagnoni: Italienische Skifahrerin trauert nach Unglück um ihren jüngeren Bruder

Während ihrer Karriere gewann die dreifache Mutter zahlreiche Titel. Besonders beim Slalom und Riesenslalom galt sie als eine der Besten, auch in den Disziplinen Abfahrt und Super-G gelang es ihr, Medaillen zu gewinnen. Bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville gewann sie ihre erste Goldmedaille im Super-G, bei den Spielen 994 und 1998 folgten zwei Olympiasiege im Slalom. Außerdem gewann sie als erfolgreichste Skiläuferin Italiens der 1990er-Jahre drei Weltmeisterschaften. Anfang des Jahres 1999 trat sie auf Rat ihrer Ärzte vom Leistungssport zurück. (ajr)

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