Fotos: So sexy ist die Ski-WM

Ösis schwärmen für diese Schneeleopardin

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So schön kann Tierschutz sein: Ski-Star Anna Fenninger unterstützt mit diesen Plakaten die Rettung von Geparden.

Schladming - Ski-Star Anna Fenninger verzückt ganz Österreich. Die attraktive 23-Jährige verknüpft Erfolg mit schüchternem Charme. Fast wäre sie an den Erwartungen in ihrer Heimat zerbrochen.

Olympia-Ticker vom Dienstag: Fenninger holt Silber im Riesenslalom

Die rot-weiß-roten Ski-Helden legen weite Wege zurück bei dieser Weltmeisterschaft, von früh bis spät sind sie unterwegs durchs Ennstal. Alle Skibusse in Schladming und Umgebung sind überzogen mit Folien, auf denen die Konterfeis von Benni Raich, Lizz Görgl, Marcel Hirscher und all den anderen grüßen. Anna Fenninger steht in der Mitte, lächelt vom Bus, sie ist wie immer ein Blickfang. Österreich vergöttert Anna. Hirscher und Fenninger, beide 23 Jahre alt, sind die Gesichter dieser Titelkämpfe.

In Jugendjahren schon als nächste Annemarie Moser-Pröll gehandelt, mit großem Starpotenzial gesegnet, wäre Fenninger fast an den Erwartungen Österreichs zerbrochen, kratzte aber doch die Kurve. Ihr Stern ging vor zwei Jahren bei der WM in Garmisch-Partenkirchen auf, als nach der Super-Kombi plötzlich die Goldmedaille um ihren Hals baumelte, ohne dass sie vorher je ein Weltcuprennen gewonnen hatte. Da plagte sie fast schlechtes Gewissen – wer würde schon gerne als Zufallsweltmeisterin gehandelt werden? Die Erleichterung war groß, als sie Ende 2011 in Lienz auch den ersten (inzwischen sind es zwei) Weltcupsieg nachreichen konnte. Von wegen Zufall.

Ihren Kombi-Titel will die Weltmeisterin heute (10 Uhr Abfahrt/14 Uhr Slalom) verteidigen. Sollte das nicht klappen, bieten sich weitere Gelegenheiten zum Medaillengewinn in Abfahrt und Riesenslalom. Österreich lechzt danach, aber „ich versuche, es locker zu sehen und mein Potenzial abzurufen“.

Anna Fenninger ist zum Star geboren, weil sich das außergewöhnliche Können auf der Piste mit bildhübschem Aussehen und zurückhaltendem, fast schüchternem Charme paart. Die „Kronenzeitung“ verglich sie auf einer Bilder-Strecke mit „Kaiserin Sissy“-Darstellerin Romy Schneider. Die gelernte Hotelfachfrau Fenninger, liiert mit dem Snowboarder Manuel Veith, verzückt die Menschen in Österreich, viele halten sie für die attraktivste Erscheinung im Skizirkus.

Maze, Gut & Co.: So schön war die Ski-WM 2013

Die Ski-WM 2013 hatte auch abseits des Sportlichen einiges zu bieten. Nämlich optisch. Klicken Sie sich durch die schönsten Anblicke aus Schladming © dpa
Tina Maze © AP
Tina Maze © dpa
Lindsey Vonn, bevor sie sich eine schwere Verletzung zuzog © dpa
Lindsey Vonn, bevor sie sich eine schwere Verletzung zuzog © dpa
Vonn-Schwester Laura © dpa
Julia Mancuso © dpa
Von links: Lara Gut of Switzerland, Tina Maze und Julia Mancuso © dpa
Julia Mancuso © dpa
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Tina Maze © dpa
Lara Gut © dpa
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Tina Maze © dpa
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Julia Mancuso © Getty
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Maria Höfl-Riesch © dpa
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Kein Nachteil für Klaus Kärcher und seine Agentur Vitesse im schwäbischen Fellbach. „Sie gehört dieser neuen Generation an, die früh erwachsen ist und Ziele hartnäckig verfolgt“, sagt Kärcher, der Fenninger im Trubel von Schladming mit väterlicher Fürsorge den Rücken frei hält. Notfalls will er ihr auch einen Leibwächter zur Seite stellen, sollte die Gefahr drohen, seine zierliche Klientin (60 kg) könnte vor lauter Begeisterung erdrückt werden. Gerade als Abfahrerin könnten ein paar Pfund mehr auf den Rippen nicht schaden, Fenninger würde ja gerne zunehmen, schafft es aber nicht.

Der österreichische Ski-Star in Obhut einer schwäbischen Agentur? Der Kontakt kam zustande durch die frühere Eisschnellläuferin Anni Friesinger aus Inzell, seit vielen Jahren von Kärcher vermarktet, auch nach ihrer Karriere. Fenninger wuchs im nahen Adnet bei Salzburg auf, man lernte sich kennen. Die junge Österreicherin passte perfekt ins „Beute-Profil“ von Kärcher, der neben Friesinger auch die frühere Sportgymnastin Magdalena Brzeska, den Turner Florian Hambüchen und die Beachvolleyball-Olympiasieger Brink/Reckermann vertritt.

Für Aufsehen sorgt Fenninger auf Bildern, die auch in ein Herren-Magazin passen würden. Kärcher verfolgt damit keinesfalls das Ziel, Fenninger als „Leopardin“ in die Rolle eines Sex-Symbols zu drängen, er will ihr ein unverwechselbares, perfekt passendes Profil geben. „Der Leopard ist mit 120 km/h das schnellste Säugetier der Welt“, erklärt der Manager, auf ähnliche Geschwindigkeit kommt Anna auf der Abfahrtsstrecke, „der Leopard geht seinen eigenen Weg, zeigt auch mal Krallen“. Wie Fenninger.

Ein Bodypainting-Weltmeister aus den USA malte ihr das Flecken-Muster auf die Haut, die Fotos schoss der in Südafrika aufgewachsene Kärcher-Freund Thomas Kettner. Fenninger war begeistert von der Idee, mit den Bildern Aufmerksamkeit für den Tierschutz zu erregen. Nach der Saison, im April, will sie mit Kettner nach Namibia fliegen, eine Station besuchen, in der Bauern verletzte Tiere aufnehmen. Verletzt von wildernden Jägern.

Erst mal geht Anna Fenninger selbst auf die Jagd – nach Medaillen.

Jörg Köhle

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