„Gebrochene Kahnbeinknochen“

Olympiasiegerin bricht sich beide Hände: Dabei stand die Wintersportlerin nicht einmal auf ihren Skiern

Ski-Ass Wendy Holdener fällt nach ihren Verletzungen an beiden Händen vorerst aus.
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Ski-Star Wendy Holdener zog sich Verletzungen an beiden Händen zu.

Rückschlag für Olympiasiegerin Wendy Holdener. Der Schweizer Ski-Star verletzte sich mitten in der Vorbereitung, dabei stand sie nicht einmal auf ihren Ski.

Unteriberg - Die Schweiz ist eine der größten Skinationen und ist folglich auch gespickt mit begabten Wintersportlern. Seit 2013 ist Wendy Holdener Teil der Nationalmannschaft, die dreifache Olympia-Medaillengewinnerin von Pyeongchang musste nun aber einen herben Rückschlag einstecken. Die 28-Jährige verletzte sich an beiden Händen, jedoch ereignete sich ihr Unfall nicht auf der Piste.

Wendy Holdener: Olympiasiegerin verletzt sich im Training - Knochenbrüche an beiden Händen

Dem Schweizer Ski-Star widerfuhr jüngst ein Trainingsunfall, die Team-Olympiasiegerin von 2018 stürzte beim Konditionstraining vom Schwedenkasten. Dabei brach sie sich an jeder Hand den jeweiligen Kahnbeinknochen. Holdener kommentierte den kuriosen aber schmerzhaften Zwischenfall auf ihrem Instagram-Profil und postete ein Foto aus dem Krankenhaus.

Ihre beiden Arme sind dabei bis zu den Händen mit Schienen fixiert, auf dem Foto hält die erfolgreiche Kombinations- und Slalom-Fahrerin ein Kissen umklammert. „Autsch, das hat mal wehgetan“, lautet ihre passende Unterschrift, sie scheint es mit Humor zu nehmen. Die Verletzung kommt für die dreifache Weltcupsiegerin angesichts der anstehenden Wintersportsaison zwar zu einem schlechten Zeitpunkt, jedoch gibt es auch eine gute Nachricht. Eine Operation ist nicht notwendig, stattdessen erfolgt eine konservative Behandlung.

Wendy Holdener: Schweizer Ski-Star bricht sich beide Hände - Teamarzt mahnt zur Geduld

Nun steht für die Athletin aus dem Kanton Schwyz eine mehrwöchige Pause am, sie verpasst damit auch den Start der Saison im österreichischen Sölden Ende Oktober. Ihre Rückkehr könnte Holdener bereits am 20. November beim Weltcup im finnischen Levi feiern. Ihr Teamarzt Walter O. Frey schätzte gegenüber Blick.ch das Risiko eines Comebacks nach der Verletzung ein.

„Die beiden gebrochenen Kahnbeinknochen an den Handgelenken müssen vollständig verheilt sein, bevor ein Renneinsatz möglich ist, da mit der heutigen Technik, insbesondere im Slalom, das Handgelenk großen Kräften ausgesetzt ist“, meint Frey. Zu schnell soll es also auch nicht gehen. Holdener wird ihr Schneetraining aber nicht zu lange pausieren müssen, vorerst kann sie die Skistöcke bei ihren Einheiten weglassen. Auf Instagram gibt sich die Olympionikin selbstbewusst und kämpferisch, nun sei „Aufstehen und Pläne anpassen“ angesagt. (ajr)

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