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Ski-Star lehnt Impfung ab und wird positiv getestet: Vize-Weltmeisterin in Isolation

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Von: Tom Offinger

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Skifahrerin Franziska Gritsch beim Weltcup in Lienz
Franziska Gritsch beim Slalom in Lienz. © IMAGO / Eibner Europa

Die Ski-Rennläuferin Franziska Gritsch lehnte eine Corona-Impfung öffentlich ab. Nun hat sich die Österreicherin mit dem Virus infiziert.

Zagreb/München - Knapp zwei Jahre seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben sich alle Bereiche des öffentlichen Lebens auf das Virus eingestellt. Auch in der Sportwelt gelten mittlerweile feste Regeln, Tennis-Superstar Novak Djokovic bekommt eine der bekanntesten derzeit am eigenen Leib zu spüren: Ohne eine Impfung gegen das Coronavirus oder den Nachweis einer Genesung darf kein Sportler nach Australien einreisen und an dortigen Veranstaltungen teilnehmen. Im Ski-Weltcup gibt es eine ähnliche Regelung, die die Athleten so zu einer Impfung bewegen soll. Dennoch bleiben einige standhaft und müssen in Zeiten der Omikron-Variante schmerzlich erfahren, wie viel sie durch eine Ansteckung verpassen.

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„Das Leben führt uns zu Kreuzungen, wo wir Entscheidungen treffen müssen. Meine Entscheidung ist, dass ich aktuell nicht geimpft bin“, hatte Franziska Gritsch noch im November in den sozialen Netzwerken verkündet. Die österreichische Skiläuferin begründete damit ihren Verzicht auf die Wettbewerbe in Nordamerika, bei denen eine entsprechende Schutzimpfung vorgeschrieben war. „Ich denke, es ist eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung und wünsche mir, dass diese akzeptiert und auch respektiert wird“, schloss die 24 Jahre alte Innsbruckerin damals.

Ihr damaliger Verzicht kommt ihr nun teuer zu stehen - sie hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Beim traditionellen Slalom zum Jahresbeginn in Zagreb am 4. Januar war die 24-Jährige somit nicht startberechtigt, gleiches gilt für ihre Kollegin Magdalena Egger. Laut Angaben des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) verspürten beide Athletinnen leichte Symptome und befänden sich in häuslicher Isolation.

Österreichischer Skiverband lobt „weltmeisterliche Quote“

Das kuriose an der Situation: 99 Prozent der ÖSV-Athleten und -Betreuer im Weltcup sind laut Angaben des zuständigen Sportdirektors Anton Giger geimpft. Auch die Präsidentin des Skiverbandes, Roswitha Stadlober, zeigte sich im November sehr zufrieden mit der „weltmeisterlichen Quote“ im Team. Diese sei vor allem durch Überzeugungsarbeit zustande gekommen, wie sie gegenüber der Zeitung Der Standard erklärte: „Wir haben Angebote gemacht, um Angst zu nehmen. Wir respektieren und akzeptieren es aber, wenn das jemand nicht annimmt.“ Voraussetzung für eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im nächsten Monat ist auf Seiten des ÖSV die Corona-Schutzimpfung.

Gritsch fuhr ihren ersten Weltcup im Dezember 2017, auf einen Sieg wartet die 24-Jährige derzeit noch. Bei der Alpinen Ski-WM in Are 2019 wurde sie mit Österreich Zweite im Mannschaftswettbewerb. (to)

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