Ski-WM 2011: Der Befreiungsschlag

Partner der SKi-WM 2011 – wie schon im Weltcup (unser Bild zeigt Maria Riesch beim Start) – ist der Autobauer Audi. foto: kor

Garmisch-Partenkirchen - Nachdem Audi als Hauptsponsor feststeht, kann das WM-OK endlich in die Werbung für die Ski-Weltmeisterschaften 2011 einsteigen.

Die Suche gestaltete sich enorm schwierig und zog sich lange hin – viel länger als sonst üblich. Etwas mehr als ein Jahr vor dem Start der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften (7. bis 20. Februar 2011) in Garmisch-Partenkirchen gibt es ihn endlich, den Hauptsponsor der WM, der international Presenting-Sponsor heißt. Der Internationale Skiverband FIS und das Organisationskomitee um die Geschäftsführer Peter Fischer und Walter Vogel haben damit eine Sorge weniger. Rund 13 Monate vor der Eröffnungsfeier unterzeichnete Audi einen Vertrag. Die Vereinbarung gilt auch für die WM 2013 im österreichischen Schladming. „Ich begrüße diese Entscheidung“, sagt Fischer, der die Bekanntgabe am Samstag live in Kitzbühel im Rahmen der Hahnenkamm-Rennen miterlebte. „Audi ist unsere Wunschfirma gewesen.“

Der Autobauer ist bereits seit der Saison 2002/2003 Hauptsponsor des alpinen Ski-Weltcups. Sein jährliches Engagement in diesem Bereich soll bei drei Millionen Euro liegen. Wieviel Geld Audi für Garmisch-Partenkirchen und Schladming bezahlt, ist nicht bekannt.

Audi und Ski-Weltmeisterschaften – diese Partnerschaft hat Tradition: Bereits 2003 in St. Moritz (Schweiz), 2005 in Bormio (Italien) und 2009 in Val d’Isère (Frankreich) war der Automobil-Hersteller Presenting Sponsor. „Der Wintersport ist eine ideale Bühne für uns, um Innovation, Dynamik und Sportlichkeit zu demonstrieren“, sagt Peter Schwarzenbauer, Vorstand für Marketing und Vertrieb von Audi. Angeblich soll das Unternehmen aus Ingolstadt bereits eine Option für die WM 2011 gehabt haben. Dennoch gestaltete sich die Vermarktung der Titelkämpfe auf Kandahar und Gudiberg sehr schwierig. Die European Broadcasting Union (EBU), die von der FIS die Marketingrechte erhalten hatte, konnte diese nicht an einen externen Vermarkter – im Spiel waren Agenturen wie Infront, IMG und Sportfive – veräußern. Die EBU wollte die alpinen und nordischen Weltmeisterschaften 2011 und 2013 im Paket verkaufen. Im Sommer 2008 soll das Angebot für alle vier Veranstaltungen bei etwas mehr als 30 Millionen Euro gelegen haben. Eine Summe, für die die Sendervereining nicht abschließen wollte. Im Nachhinein wohl ein Fehler. „Die Wirtschaftskrise machte der EBU einen Strich durch die Rechnung“, weiß Stefan Stankalla, Marketing-Chef der WM.

Dem waren bis Samstag die Hände gebunden. Ohne Presenting-Sponsor konnte er nicht in die Werbung und die nationale Vermarktung einsteigen, die in den Händen des Organisationskomitees liegt. Ihn freut der Befreiungsschlag besonders. Den Auftrag für Fahnen und Logos, die in Zukunft Garmisch-Partenkirchen und den Landkreis schmücken sollen, wird er nun schnell unterschreiben. „Es ist gut, dass wir nun endlich loslegen können. Bis jetzt haben wir gekleckert, bis zum Start werden wir jetzt klotzen.“

In der Endphase befindet sich mittlerweile auch die Suche nach einem Maskottchen. Um was es sich handelt, wollte Fischer nicht verraten. „Mir gefällt es sehr gut.“ Vorgestellt werden soll die Figur im Rahmen des public viewings am 26. Februar auf dem Mohrenplatz, wenn Maria Riesch, die das offizielle WM-Plakat ziert, den Olympischen Slalom bestreitet. (prei)

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