Weltmeisterschaft in Cortina

Ski-WM: Norwegen jubelt, Straßer enttäuscht erneut im Herren-Slalom

Linus Straßer enttäuschte im ersten Durchgang bei der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo.
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Linus Straßer enttäuschte im ersten Durchgang bei der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo.

Das finale Wochenende der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo stand an. Im Herren-Slalom im Ticker lief es für Linus Straßer aber nicht optimal. Der Ticker.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo - Slalom Herren (Start: 13.30 Uhr): Endstand nach dem 2. Durchgang

PlatzierungNameLandZeit
1Sebastian Foss-SolevaagNorwegen1:46.48
2Adrian PertlÖsterreich1:46.69
3Henrik KristoffersenNorwegen1:46.94

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14.24 Uhr: Linus Staßer im ZDF: „Wenn du nicht alles 100 Prozent zusammen hast, fehlt es hie und da. Das hab ich heute gemerkt. Ich war schon immer am Suchen im Training. Heute hat es leider überhaupt nicht funktioniert.“

14.21 Uhr: Linus Straßer liegt auf Rang 15, immerhin Weltcuppunkte - und nach den Top 30 gibt es jetzt also die Siegerehrung. Kristoffersen holt sich Bronze, Pertl Silber, Foss-Solevaag Gold!

Joaquim Salarich: Auch der Spanier fädelt ein. Sehr viele heute!

Tom Verbeke: Der Belgier fädelt ein.

Tijan Mavort: Der Slowene kommt auf Rang 18 unten an.

Ondrej Berndt: Der Tscheche kommt auf Rang 17 ins Ziel - mit über fünf Sekunden Rückstand. Foss-Solevaag darf sich nun seiner Goldmedaille sicher sein.

Erik Read: Den Kanadier ereilt das gleiche Schicksal. Er rutscht weg und ist raus.

Manuel Feller: Wilde Fahrweise - und da kommt auch schon der Einfädler. Das war es für ihn.

Linus Straßer: Starker Beginn, besser als im ersten Durchgang. Dann fast der Struz, nachdem er wegrutscht! Fehler im Flachteil, das sieht nicht gut aus. Dann wieder fast ein Sturz! Er kommt mit 3.36 Rückstand ins Ziel, das ist noch die beste Nachricht. Seine Zeit: 1:49.84. Aktuell liegt er auf Rang 15.

AJ Ginnis: Der Amerikaner mit der Wahlheimat Griechenland rutscht nach starkem Beginn weg.

Ramon Zenhäusern: Verliert unwesentlich. Der Schweizer läuft auf Rang 11 ein und muss sich mit 1:48.98 begnügen.

Manfred Moelgg: Der Routinier kommt mit 3.05 Sekunden Rückstand als 13. ins Ziel. Zeit: 1:49.53.

Simon Efimov: Auch eine Positivüberraschung, der Russe. Und mit seinem 13. Rang dürfte er happy sein. Zeit: 1:50.30.

Albert Popov: Der Bulgare startet flink, aber fädelt dann ein.

Benjamin Ritchie: Der 20-jähirge US-Boy schafft es im Gegensatz zu seinen Landsleuten ins Ziel. Als Zwölfter - er dürfte zufrieden sein. Seine Zeit: 1:49.23.

Matej Vidovic: Der Kroate kommt mit 1:49.02 als Elfter ins Ziel.

Adrian Pertl: Kommt gut raus, guter Rhythmus. Verliert minimal. Dann knapper Rückstand - und er kommt als Zweiter ins Ziel! 21 Hunderststel! Seine Zeit: 1:46.69. Das bedeutet - wahrscheinlich - Gold für Norwegen.

Alex Vinatzer: Der Italiener zeigt einige kleine Fehler - aber fährt immerhin auf Rang 3 ein. Reicht das für eine Medaille? Seine Zeit: 1:47.68.

Sebastian Foss-Solevaag: Was für ein Run! Da rauscht er nach dem Zieleinlauf in die Bande, nachdem er einen perfekten Lauf hinlegt. Seine Traumzeit: 1:46.48.

Kristoffer Jakobsen: Der Schwede fädelt an derselben Stelle wie Seymour ein.

Noel Clement: Er fährt das Rennen noch zu Ende - obwohl er zwischendurch wegrutscht, da legt er zu früh den Druck auf den Innenski. Seine Zeit: 1:56.61.

Henrik Kristoffersen: Riesenprobleme oben - aber er kommt als Erster ins Ziel! Der Norweger führt mit 1:46.94.

Alexis Pinturault: Nur Dritter! Zeitgleich mit Hadalin, das kann der Franzose besser. Schwarz hat gezeigt, dass man das schneller bewältigen kann.

Marco Schwarz: Der Kombinationsweltmeister. Zaghafter Beginn, kommt dann in den Rhythmus. Er hat 57 Hundertstel Vorsprung - und fädelt dann ein! Die nächste Überraschung!

Daniel Yule: Erster! Der Schweizer ist 14 Hundertstel schneller als Rodes. Er darf auf eine Medaille hoffen. Seine Zeit: 1:47.70.

Seymour Jett: Auch der zweite Amerikaner fädelt ein - und ist raus.

Stefan Hadalin: Auch er ärgert sich! Aber immerhin Zweiter. Sie wollen natürlich alle die grüne Zeit aufleuchten sehen, das gelingt bisher nicht. Seine Zeit: 1:47.98.

Armand Marchant: Nur Dritter! Auch der Belgier kann Rodes nicht gefährden. Seine Zeit: 1:48.22.

Michael Matt: Enttäuschend für Matt - er hat viele Rutschphasen drin. Nur Zweiter hinter Rodes. Zeit: 1:48.04.

Istok Rodes: Der Kroate kommt ins Ziel, die Hände fast immer im Schnee. Seine Zeit: 1:47.84. Wird man sehen, was diese Zeit wert sein wird!

Luke Winters: Der Amerikaner aus Portland stand im ersten Durchgang nach Startnummer 38 auf Rang 15. Für ihn hat die Piste also gehalten. Aber trotz solidem Beginn fädelt er kurz vor Schluss ein.

13.23 Uhr: Gleich geht es los mit dem zweiten Durchgang. Straßer ist 23. und muss mit schlechteren Bedingungen arbeiten.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo - Slalom Herren (Start: 10 Uhr): Endergebnis 1. Durchgang

PlatzierungNameLandZeit
1Adrian PertlÖsterreich52.24 sec
2Alex VinatzerItalien52.38 sec
3Henrik KristoffersenNorwegen52.62 sec

10.48 Uhr: An dieser Stelle pausieren wir den Ticker vorerst - Straßer ist nicht unter den Top 15, bei den verbleibenden Fahrern sind keine Top-Kandidaten dabei. Wir freuen uns auf den zweiten Durchgang um 13.30 Uhr!

Armand Marchant: Der Belgier fährt vor Straßer ein - damit ist der Deutsche raus aus den Top 15. Marchants Zeit: 53.13.

Sebastian Holzmann: Der zweite Deutsche fädelt ein - und ist raus.

Erik Read: Der Kanadier schafft es auch nicht, Straßer zu verdrängen. Rang 18 - und die Zeit: 54.46.

Giuliano Razzoli: Er kämpft sich nach einem Fehler zurück in die Linie und kommt auf Rang 18, also als Letzer, ins Ziel. Zeit: 58.52.

Timon Haugan: Und der nächste ist raus! Auch er kommt mit dem Rhythmuswechsel nicht klar. Noch ist Straßer auf Rang 15 ...

Stefano Gross: Vorsprung für den Italiener - aber dann fädelt er ein! Wütend schlägt er einen Stock in den Schnee.

Albert Popov: Das Kraftpaket aus Bulgarien verkauft sich teuer. Mit seinem Rang 12 (Zeit: 53.54) ist er zufrieden! Straßer ist nur noch auf Rang 15.

Stefan Hadalin: Rang 10! Nur 82 Hundertstel Rückstand, 53.06, ein sehr ordentlicher Lauf des Slowenen. Straßer ist jetzt nur noch auf Rang 14.

Jean-Baptiste Grange: Der Altmeister aus Frankreich beginnt gut - aber stürzt dann. Schade für ihn!

Kristoffer Jakobsen: Starke Zeit und Rang 4, er reckt die Faust! Was hat der im Schlussteil noch auf die Piste gezaubert! Zeit: 52.42.

Manfred Moelgg: Der Italiener kommt schon in Rücklage in die Piste. Aber er kommt vor Straßer ins Ziel. Zeit: 53.64.

Luca Aerni: Der Schweizer hat Pech! Er fädelt ein und ist raus.

Alex Vinatzer: Der Italiener mit einem ganz starken Lauf! Die beiden Jungen ganz vorn! Der 21-Jährige fährt mit nur 14 Hundertstel Rückstand ein und reckt die Faust! Zeit: 52.38.

Filip Zubcic: Nun also der Kroate. Er hat auch Probleme, hat zwei Sekunden Rückstand, fährt hinter Straßer ein. Seine Zeit:
54.24.

Linus Straßer: Der Münchner zeigt eine unruhige Fahrt, hat Schwierigkeiten. Viele Fehler. Schon 1.47 Rückstand. Und zum Schluss sind es 1.71 Sekunden Rückstand und Rang 10. Das sieht gar nicht gut aus - das wird wohl nicht für die Top 15 reichen. Schade! Seine Zeit: 53.95. Er verlässt wutentbrannt das Stadion - ohne Interview.

Dave Riding: Der Brite ist nach Verletzung zurück. Starke Zwischenzeit - aber dann der Sturz! Schade für ihn, das sah so gut aus. Auch er ist raus. Etwas zu viel riskiert, bis dahin war die Fahrt grandios.

Victor Muffat-Jeandet: Der dritte in Folge! Auch der Franzose fädelt ein und ist ausgeschieden.

Loic Meillard: Und der nächste ist raus. Den Schweizer erwischt es im Mittelteil.

Alexander Khoroshilov: Schade! Guter Start, aber dann fädelt der Russe ein.

Michael Matt: Der vierte Österreicher hat einige unnötige Rutschphasen drin und fährt auf Rang 8 ein. Zeit: 53.19.

Daniel Yule: Der Schweizer zeigt einen ansprechenden Lauf, bleibt in Schlagdistanz mit seinem Rang 7. Zeit: 52.88.

Adrian Pertl: Wow! Dicke Überraschung, der dritte Österreicher schnappt sich mit einem ganz flüssigen und flinken Lauf Rang 1! Er ist wohl selbst überrascht. Zeit: 52.24.

Marco Schwarz: Der nächste Österreicher fährt auf Rang 5. Auch er kann damit nicht ganz zufrieden sein - Zeit: 52.81.

Manuel Feller: Keine gute Leistung des Österreichers. Er reiht sich ganz hinten ein, das wird nicht reichen für die Top-15. Zeit: 54.02.

Noel Clement: Der Franzose reiht sich zwischen die beiden Norweger ein. Starker Lauf - 52.58.

Henrik Kristoffersen: Es reicht knapp nicht! Der favorisierte Norweger bleibt knapp hinter seinen Landsmann. Trotzdem, eine gute Fahrt.

Ramon Zenhäusern: Deutlicher Rückstand für den Schweizer, er muss zittern, ob er in die Top 15 kommt. Seine Zeit: 53.89.

Sebastian Foss-Solevaag: Der Norweger geht etwas mehr Risiko und fährt einen knappen Vorsprung vor dem Franzosen heraus. Seine Zeit: 52.40.

Alexis Pinturault: Hat er die Schlappe im Riesenslalom weggesteckt? Der Franzose kommt gut in den Rhythmus, das sieht flüssig aus. Seine Zeit: 52.65. Die gilt es nun zu schlagen!

Update vom 21. Februar, 9.37 Uhr: Die Sonne macht der Piste schon zu schaffen, wenn auch die Temperaturen aktuell noch unter dem Gefrierpunkt liegen. Im Moment meldet Cortina d‘Ampezzo Sonnenschein bei minus 1 Grad Celsius. Wir dürfen auf den Zustand der Piste gespannt sein.

Update vom 20. Februar, 20.11 Uhr: Außergewöhnliche Regeländerung vor dem letzten Rennen der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo! Der FIS kündigt für den Slalom der Herren am Sonntag an, im zweiten Durchgang nur die besten 15 Fahrer in umgekehrter Reihenfolge starten zu lassen - und nicht wie sonst die besten 30 des ersten Laufes.

Der Grund für die Modifikation ist die Sorge um die Piste: Wegen der warmen Temperaturen könnte der Schneeuntergrund im 2. Lauf derart aufweichen, dass er von Sportler zu Sportler schwieriger zu befahren ist. Wenn mit dem 15. des ersten Laufes begonnen wird, wird für die Schnellsten noch mit einer verhältnismäßig intakten Piste gerechnet. Nach den besten 15 gehen dann die restlichen Fahrer beginnend vom 16. des ersten Durchgangs aufwärts ins Rennen.

Allerdings bedeutet das auch, dass man als Fahrer jenseits der Top 15 im ersten Durchgang kaum noch Chancen hat, im Finale auf die Spitzenränge vorzufahren. Hoffen wir trotz allem auf einen spannenden Slalom!

Ski-WM: Entscheidung im Slalom der Damen - Die Tabelle

1.Katharina LiensbergerAUT51,02
2.Petra VlhovaSVK+1.00
3.Mikaela ShiffrinUSA+1,98
4.Wendy HoldenerSUI+2,34
5.Andreja SlokarSLO+2,67
6.Chiara MairAUT+2,75
7.Kristin LysdahlNOR+2,94
8.Camille RastSUI+3,09
9.Ana BucikSLO+3,39
10.Asa AndoJPN+3,42
...
14.Lena DürrGER+3,75
20.Andrea FilserGER+4,39

Katharina Liensberger: Kampf um Gold für die Österreicherin. Sie legt auf die gleiche Art und Weise los, wie im ersten Durchgang. Mit komplett offenem Visier schießt sie durch den Slalom. Die Frage eigentlich nur: Fliegt sie raus oder gewinnt? Sie gewinnt! Mit einem unfassbar starken zweiten Lauf. Riesen Jubel und augenscheinlich auch etwas Erleichterung bei Liensberger. Sie hat ihre Chance genutzt und Shiffrin vom Thron gestoßen. Erste Einzelmedaille und eine bockstarke Leistung.

Petra Vlhova: Fährt den schwierigen Start nahezu perfekt. Bleibt deutlich vor Shiffrin. Sogar im Schlussteil verliert sie nur ein Zehntel. Deutliche Führung für die Slowenin.

Wendy Hodener: Fährt den zweiten Abschnitt besser als Shiffrin, ist der Amerikanerin zur Zwischenzeit ganz eng auf den Fersen. Aber dann kommt der Fehler im Flachteil. Und gerade dort war Shiffrin unwiderstehlich.

Mikaela Shiffrin: Das US-Slalom-Ass wirkt fast ein bisschen wütend. Volle Attacke. Und die lohnt sich. Shiffrin setzt sich 69 Hundertstel vor Slokar. Trotzdem hebt sie die Schultern im Ziel. Was liefert der Rest?

Ana Bucik: Auch sie unglücklich. Weit weg von Slokar. Die Slowenin kann spätestens jetzt wirklich auf eine Medaille hoffen.

Camille Rast: Kommt optisch deutlich besser mit der Piste zurecht. Aber die Zeit macht nicht mit. 42 Hundertstel Rückstand, Rang vier. Glücklich ist sie damit nicht, aber der Schnee macht es den Athletinnen mittlerweile eben sehr schwer.

Lena Dürr: Ganz ärgerlicher Lauf für die Deutsche! Verliert schon am Start ohne große Fehler eine halbe Sekunde. Zwei Patzer später fährt sie mit über einer halben Sekunde Rückstand auf Slokar ins Ziel. Rang acht jetzt das theoretische Bestergebnis für sie.

Asa Ando: Die Top-Ten sind für die Japanerin ein ganz großer Erfolg. Den sauberen ersten lauf kann sie zwar nicht vergolden und landet nach zwei großen Fehlern weit hinter Slokar. Ihr ist das völlig egal. Ando jubelt und freut sich im Ziel

Nastasia Noens: Die Spuren zu treffen kann so entscheidend sein. Die Französin wird früh von einer Rinne rausgebracht und muss bremsen. Slokar weiter in Führung.

Emelie Wikstroem: Die Schwedin kommt nicht gut rein. Schüttelt im Ziel den Kopf. Die Spuren und der weiche Schnee waren für sie sichtlich unangenehm.

Chiara Mair: Verliert ihren Vorsprung auf Slokar im Steilhang und kann auch danach nichts mehr ausrichten.

Kristin Lysdahl: Kommt gut aus der Box, liegt vorne. Aber dann bleibt sie mit dem Knie an der Stange hängen. Der Rhythmus natürlich raus. Trotzdem landet sie nur 20 Hunertstel hinter Slokar.

Laurence St.-Germain: Auch sie müht sich schon früh nach dem Start. Die Kanadierin ohnehin eher auf flachen Hängen stark. Die Wackler aus dem Steilhang kann sie am Ende nicht mehr ausgleichen.

Sara Hector: Großer Kampf. Hector beißt und springt regelrecht durch den Kurs. Belohnt wird die Anstrengung leider nicht. Fast eine Sekunde Rückstand für die Schwedin.

Erin Mielzynski: Ganz bitter für die Kanadierin. Sie erwischt in Rücklage eine Eisplatte und purzelt breitbeinig über das nächste Doppeltor. Sie ist damit schon die fünfte Fahrerin, die nicht ins Ziel kommt

Andrea Slokar: Die Slowenin fährt den tückischen Steilhang super. Leistet sich auch unten wenig Fehler und fährt auf eins. 1,25 Sekunden Vorsprung. Diese Zeit dürfte einige Plätze wert sein.

Mina Fuerst Holtmann: Der steile Start ist einfach gefährlich. Auch sie bringt die Kanten im starken Gefälle nicht kräftig genug in den Schnee und verpasst schon früh ein Tor. Das zeigt das Dilemma: Zu wenig Mut am Beginn und es fehlt das Tempo für den Schluss. Bei zu viel Risiko ist die Piste hier aber einfach gnadenlos.

Elsa Fermbaeck: Führungswechsel! Die junge Schwedin zwar nicht hundertprozentig sauber, aber stark und aktiv genug. Die 20-Jährige darf in die Leaders-Box.

Nina O‘Brien: Wieder im Pech! Zuletzt hatte sie das Podest mit einem Patzer im letzten Tor verpasst und auch heute läuft es unglücklich. Sie fädelt schon auf halber Strecke ein und scheidet aus.

Thea Louise Sternesund: Die nächste Fahrerin, die sich heute sichtbar schwer tut. Auch sie kann weder Filser noch Peterlini angreifen. Konnte ja aber im Team schon eine Medaille feiern.

Ekaterina Tkachenko: Die Russin zeigt, was die Zeiten von Filser und Peterlini wert sein können. Sie rutscht zu viel auf der seifigen Piste und verliert über eine Sekunde auf die Spitze.

Martina Peterlini: Jetzt ist Filser geschlagen. Peterlini holt sich auf der Zielgeraden die nötigen Sekunden. Technisch wunderbar landet sie sieben Hundertstel vor der Deutschen.

Leona Popovic: Die Kroatin startet auch mutig aus der Box. Nach dem Steilhang verliert sie dann aber zu viel Kontrolle und ddamit auch ihren Vorsprung. Filser weiter auf eins.

Andrea Filser: Die erste Deutsche im zweiten Durchgang geht den Hang mit Zug herunter. Zwei kleine Unsicherheiten zwar, ihre Zeit mit 1.:43.89 aber sicherlich die erste Duftmarke am heutigen Nachmittag.

Alli Nullmeyer: Auch sie traut sich beim Start nicht das volle Risiko zu gehen. Die Kanadierin mit exakt der selben Zeit, wie die Lettin.

Dzenifera Germane: Die Lettin setzt die erste Zeit im ersten Durchgang. Ein sehr kontrollierter Lauf bringt sie ins Ziel, darüber freut sie sich. Das erreichen der besten 30 für sie schon ein großer Erfolg.

Ski-WM in Cortina: Entscheidung steht an - Slalom-Damen starten in Durchgang zwei

Vor dem zweiten Durchgang: Lena Dürr darf hier durchaus auf eine Medaille hoffen. Startnummer vier ist bei den warmen Temperaturen in Italien auf jeden Fall ein Trumpf. Über 20 Grad sind es in Cortina. Wie gut das Feld da von hinten aufgerollt werden kann, hat die momentan Führende Katharina Liensberger ja schon am Vormittag gezeigt.

Mikaela Shiffrin hatte sich im weichen Schnee heute schwer getan. Lag es vielleicht am Material? Die ungewöhnlichen Bedingungen bei dieser WM machen es der Technik schließlich nicht leicht. Was zeigt die große Favoritin im zweiten Versuch?

Ski-WM: Slalom der Damen heute - Top 10 im ersten Durchgang

1.Katharina LiensbergerAUT48.48
2.Petra VlhovaSVK+0,30
3.Wendy HoldenerSUI+1,24
4.Mikaela ShiffrinUSA+1,30
5.Ana BucikSLO1,39
6.Camille RastSUI+1,76
7.Lena DürrGER+1,96
8.Asa AndoJPN+1,97
9.Nastasie NoensFRA+2.02
10.Emelie WikstroemSWE+2,03

13.05 Uhr: In einer knappen Viertelstunde beginnt der zweite Durchgang des Damen-Slaloms bei der alpinen Ski-WM in Cortina d‘ Ampezzo. Dann fällt die Entscheidung, wer sich die vorletzte Goldmedaille der WM sichern kann. Die Österreicherin Katharina Liensberger führt nach dem ersten Durchgang mit drei Zehntel vor Petra Vlhova aus der Slowakei. Aber auch für die Deutsche Hoffnung Lena Dürr könnte am Ende eine Platzierung in den Top 5 herausspringen.

Emma Aicher: Die deutsche Überraschungs-Fahrerin aus dem Team-Event verpasst die Top 30 leider knapp. Auf der schwierigen Piste in Cortina müht auch sie sich und landet am Ende auf Rang 33.

Camilla Rast: Nächster kleiner Dämpfer für Lena Dürr. Rast fährt absolut fehlerfrei und schiebt sich vor der Deutschen auf den sechsten Platz.

Sara Hector: Auch die Schwedin scheitert an der 50-Sekunden-Marke. Katharina Liensberger freut sich derweil im Interview riesig. Ihr Lächeln ist fast durch die Maske zu sehen. Ihre 48.48 waren im ersten Durchgang einfach unschlagbar. Deutet sich die nächste Medaille für die Österreicherin an? Den Pistenvorteil wird sie im zweiten Lauf nicht mehr haben.

Ana Bucik: Die Piste geht heute am Start wirklich extrem steil bergab. Bucik reiht sich ein und kommt etwas vorsichtig aus der Box. Fährt den Steilhang aber solide und zaubert vor dem Ziel. An Liensberger kommt sie nicht heran, zieht aber an Dürr vorbei.

Paula Moltzan: Nein! Aus Sicht der US-Amerikanerin muss man sich hier wirklich ärgern. Nach dem Steilhang mit kleinem Rückstand arbeitete sie sich wieder nach vorn und hätte mit einem couragierten Lauf vielleicht auf eine Medaillen-Überraschung schielen können. Dann fädelt sie aber ein und muss die Hoffnung begraben, ehe sie wirklich da war.

Federica Bignona: Wieder ein Sturz! Die Piste mittlerweile auch stark ausgefahren. Die Italienerin bekommt im sulzigen Schnee die Spitzen nicht um die Stange und stößt mit dem Ski frontal auf. Sie fliegt spektakulär nach vorn, tut sich dabei - Gott sei Dank - aber nicht weh.

10.22 Uhr: „Ich bin ganz schön ins Schnaufen gekommen“, erklärt Lena Dürr. Die Sonne kam heute sehr früh raus und macht die Piste schwer. So wirklich glücklich scheint sie über ihren Lauf nicht zu sein, über die Platzierung freut sie sich aber natürlich trotzdem. Immerhin steht sie nur einen Platz hinter Shiffrin. Wenn keine weiteren Überraschungen dazu kommen, sollte sich Dürrs fünfter Rang bis in den zweiten Durchgang halten.

Katharina Huber: Der erste Sturz! Huber verliert im Steilhang die Kontrolle und rutsch nach links ins Fangnetz. Beim Schwung gerät sie in Rücklage und sie wird herausgehebelt. Ihr scheint glücklicherweise nichts weiter passiert zu sein.

Kristin Lysdahl: Die Norwegerin ist immer ein guter Gradmesser, eine sehr konstante Fahrerin. Der Kurs scheint heute tatsächlich mühsam und sie landet hinter Liensberger und auch Dürr. Viele Rutschphasen sehen wir heute nicht erst bei ihr.

Lena Dürr: Die Deutsche beginnt mutig, geht am Steilhang auf Attacke, leistete sich aber zwei kleine Fehler. Die rechnen sich leider direkt hoch. Am Schluss zaubert sich aber noch und holt im Finish das Beste aus ihrem Lauf. 1,5 Sekunden Rückstand. Platz fünf. Ordentlich.

Thea Louise Stjernesund: Die 48.48 Sekunden von Katharina Liensberger bleiben weiter das Maß aller Dinge. Auch Stjernesund bleibt über eine Sekunde zurück. Es zeigt sich: Vorsicht funktioniert heute nicht. Der Schnee nimmt heute jeden Rutscher an.

Wendy Holdener: Die Alleskönnerin aus der Schweiz verliert auch schon im Steilhang deutlich auf Liensberger. Sie bleibt knapp unter 50 Sekunden, kann der Österreicherin damit aber nicht gefährlich werden.

Mikaela Shiffrin: Die große Favoritin fährt extrem vorsichtig. Rutscht die Kurven leicht an und landet deutlich hinter Liensberger. Shiffrin jetzt schon 1,3 Sekunden zurück.

Laurence St.-Germain: Die Kanadierin kommt gar nicht auf die Piste. Über zwei Sekunden Rückstand auf Liensberger. Für sie schon eine negative Vorentscheidung.

Katharina Liensberger: Und die Österreicherin nutzt die guten Bedingungen direkt aus. Mit nur einem kleinen Wackler am Doppeltor zaubert sie eine Zeit in die Schnee, die erst einmal überboten werden muss.

Update von 9.49 Uhr: Hallo zum nächsten WM-Tag in Cortina. Technik-Showdown der Damen in Cortina. Wer kann sich im Slalom durchsetzen? Liensberger darf das Rennen einläuten.

Ski-WM im Live-Ticker: Slalom der Damen am Samstag - Comeback nach dem Wimpernschlag-Drama?

Cortina d‘Ampezzo - Endspurt bei der alpinen Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo*! Am Samstag und am Sonntag geht es im Slalom nochmal um Medaillen. Die Damen machen den Anfang, ehe exakt 24 Stunden später die Herren folgen. Gelingt Mikaela Shiffrin* nach der Drama-Schlappe im Riesenslalom am Samstag (10 Uhr und 13.30 Uhr) nochmal ein Coup? Am Donnerstag musste sie sich ganz knapp Lara Gut-Behrami geschlagen geben - die Schweizerin hatte sich mit einem Wimpernschlag-Vorsprung von zwei Hundertsteln die Krone aufgesetzt.

Shiffrin könnte trotzdem noch die Königin der WM in Cortina d‘Ampezzo werden. Die US-Amerikanerin kämpft nach Bronze im Super-G, Gold in der Kombination und Silber im Riesenslalom nun eben noch um den Slalom-Titel. Seit 2013 hat sie in ihrer Paradedisziplin viermal nacheinander Platz eins belegt. Härteste Konkurrentin scheint Katharina Liensberger (Österreich) zu sein: Sie belegte im Riesenslalom mit nur 0,09 Sekunden Rückstand auf Gut-Behrami schon mal etwas überraschend Rang drei.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo: Slalom der Damen und Herren im Live-Ticker

Und bei den Herren am Sonntag? Natürlich sind alle deutschen Daumen für Linus Straßer* gedrückt! Die vergangenen zwei Wochen, sagt Straßer, habe er ganz gut nutzen können. Endlich mal kein Rennen mehr nach einer Art Vollsprint durch den Januar, dafür Training, zuletzt in Toblach eine gute halbe Stunde entfernt von Cortina d‘Ampezzo. „Es war“, berichtet er, „eine sehr coole und ruhige Vorbereitung.“

Auf „ruhig“ kam es dem 27 Jahre alten Münchner dabei vor allem an: Er habe sich wieder „besinnen“ und „auf das Wichtige fokussieren“ müssen, betont er, denn: Vor der WM war Straßer nach einem furiosen Jahresauftakt in ein Formtief gerutscht.

Sein Sieg in Zagreb und ein zweiter Platz in Adelboden haben Erwartungen geweckt. Felix Neureuther nannte Straßer einen „absoluten Favoriten“ auf eine WM-Medaille. Straßer sieht „das positiv, das ist ein Zeichen, dass da etwas drin ist“, dass er dieses Ziel wirklich erreichen kann. Aber er betont: „Favoriten sind da andere.“ Wir sind gespannt, was am Sonntag drin ist! (akl/dpa/sid) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzes.

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